Das Gewerbegebiet Sengern in Herten war am Dienstag Schauplatz des Zusammentreffens von Tiefbauspezialisten. Feierlich – zumindest so, wie es Coronavorgaben zulassen – wurden die Erschließungsmaßnahmen des Areals eröffnet, die sichtbar aus Straßen und unsichtbar aus Kanalisation bestehen. Mehr als zwei Millionen Euro waren dafür nötig geworden. Die Stadt Rheinfelden hat nun neben dem vergebenen Grundstück für Thermo Fisher Scientific noch weitere Gewerbeflächen frei.

800 Meter Straße wurden gebaut. Rechts sind Lastwagen-Stellplätze vorgesehen.
800 Meter Straße wurden gebaut. Rechts sind Lastwagen-Stellplätze vorgesehen. | Bild: Ralf H. Dorweiler

„Es handelt sich um die größte Tiefbaumaßnahme der letzten zehn Jahre“, sagte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt in seiner Ansprache. Nur der Äußere Ring sei größer gewesen. Die Investitionen von mehr als zwei Millionen Euro seien für Rheinfelden aber von eminenter Bedeutung, um dringend benötigte Gewerbeflächen zu schaffen. Das Gewerbegebiet Einhäge war für die Innenentwicklung von Betrieben in Rheinfelden vorgesehen. Als die Anfrage von Fisher Clinical Services beziehungsweise Thermo Fisher Scientific bei Wirtschaftsförderer Elmar Wendland einging, war schnell klar, dass es weitere Flächen brauche. Das Gebiet Sengern, zuvor noch in der Diskussion als Standort für das neue Kreisklinikum gescheitert, war dafür ideal.

Eberhardt lobte die Tiefbauabteilung Rheinfeldens unter Leitung von Tobias Obert. Unter der Projektleitung von Rüdiger Zorn und in Kooperation mit den schnell dazugeholten Planern von Rapp Regioplan (Johannes Brandsch) wurde es möglich, die sehr strikt gehaltenen, äußerst ehrgeizigen Zeitvorstellungen des Pharmadienstleisters erfüllen zu können, dessen neues Europazentrum sich gerade in Fertigstellung befindet. Eberhardt freute sich besonders, dass es in der Bauzeit zu keinerlei Problemen gekommen sei. „Selbst Corona hat zu keinen Verzögerungen im Tiefbau geführt“, sagte er mit Blick auf Timo Schneider, den Niederlassungsleiter der ausführenden Baufirma Schleith und Bauleiterin Gamze Dursun.

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Fisher Clinical war zur Eröffnung zwar eingeladen worden, es gab aber offenbar weder eine Rückmeldung noch einen Gast. Gefeiert wurde somit zwar direkt neben der Firma, aber ohne einen einzigen Vertreter des Unternehmens. Wahrscheinlich arbeitet man dort mit Hochdruck daran, möglichst schnell eröffnen zu können. Elmar Wendland schätzt, dass das Unternehmen Anfang 2021 so weit sein könnte, den Betrieb aufzunehmen.

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Bezüglich der weiteren noch freien Flächen stagniere aktuell die Nachfrage, so der Oberbürgermeister. Auf ein zweites Grundstück hat Fisher Clinical eine Option, bei weiteren Grundstücken gab es Interessenten, die aber coronabedingt die Vorhaben zunächst auf den Prüfstand gestellt hätten.

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