Nachgefragt bei Investor Rolf Brugger von Hochrhein Invest GmbH und Tochter Caroline Donche-Brugger von Top-Immobilien-Rheinfelden GmbH

Der Neubau Hochrhein Center II ist bald endgültig bezogen. Was hat Sie in den knapp zwei Jahren seit Baubeginn besonders beschäftigt?

Rolf Brugger: Wirklich schwierig war, dass wir die Unterbaurechte für die Tiefgarage brauchten. Das war eine enorme Arbeit wegen der vielen Grundstücksrechte in diesem Baubereich. Genervt hat mich, dass das Städtische Bauamt wegen eines Terminverzugs uns eine 5.000 Euro-Geldstrafe verhängte. Dies während der Gesamtsituation Corona. Nicht glücklich bin ich auch über die Situation am südlich verlaufenden Seidenweberweg. Ursprünglich wollte die Stadt den gesamten Weg auf zwei Meter erweitern. Doch bis heute hat sich die Sachlage durch die verschiedenen Grundstücksbesitzer in diesem Bereich nicht endgültig geklärt, sodass bislang kein Feinbelag auf dem Weg aufgetragen werden kann und die 19 Stellplätze oberirdisch nicht angelegt werden können. Es wäre ja auch wichtig, dass diese Straße so schnell als möglich wieder befahren werden kann, damit der Friedrichsplatz wieder geräumt werden kann.

Was erforderte höchsten Aufwand in der Planungsphase?

Rolf Brugger: Als schwierigste Aufgabe entpuppten sich die Entmietung des alten Gebäudes und die Verhandlungen für die notwendigen Unterbaurechte für die Tiefgarage. Als größte Herausforderung in der Bauphase erwies sich das Abstützen aller Wände mit Bohrpfählen zur Sicherung der Straße und der bestehenden Gebäude in der Rudolf-Vogel-Anlage und dem Seidenweberweg. An dieser Stelle einen Bau samt zweigeschossiger Tiefgarage zu verwirklichen, mit 113 Plätzen, Fahrradkellern und Wartungsräumen mit Ein- und Ausfahrt über die Basler Straße stellte enorme Anforderungen an uns und alle Beteiligten.

Caroline Donche-Brugger: Die Coronasituation brachte einen Domino-Effekt mit sich, sodass das Projekt nur mit Terminverzögerungen gelang. So konnten zum Beispiel aus Italien spezielle Fliesen nicht geliefert werden und die Einreise von Monteuren der Spezialfirmen konnte nicht wie geplant erfolgen.

Fühlten Sie sich in dieser Zeit von der Stadt und anderen Behörden gut behandelt?

Rolf Brugger: Ja. Es war sehr gut, dass wir in der Startphase durch ein Sanierungsprogramm unterstützt wurden. Vorrangig von OB Klaus Eberhardt und Roland Hecker von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH aus Karlsruhe, welcher zuständig war für die Rheinfelder Städtebauförderung.

Was hat Sie in dieser Bauzeit besonders gefreut?

Rolf Brugger: Dass das Hochrheincenter II ein weiteres, schönes Gebäude wurde, welches großen Anklang bei den Käufern erfuhr. Gelungen ist vor allem auch die großzügige Tiefgarage.

Caroline Donche-Brugger: Das trug dazu bei, dass die Eigentumswohnungen rasch verkauft waren, weil die Käufer von den attraktiven Grundrissen der jeweiligen Wohnungen angetan waren.

Wo befindet sich denn Ihr Lieblingsort? Was denken Sie, ist sehr gelungen?

Rolf Brugger: Mein Lieblingsort ist auf dem Dach, wo man beinahe bis Basel und auch in den Schwarzwald schauen kann. Sehr gut gelungen ist die Abstockung der einzelnen Geschosse. Trotz dem riesigen Baukörper entstanden durch die vielen Fenster schöne und helle Wohnungen. Auch die Tiefgarage, deren Anfahrt in der Baslerstraße ist, ist im Innenbereich mehr als gelungen. Hier bieten breite Parkbuchten ein bequemes Ein- und Aussteigen.

Caroline Donche-Brugger: Dieses helle und kundenfreundliche Angebot brachte positive Rückmeldungen. Auch wurde honoriert, dass wir Wert darauf legten, regionale Firmen vorrangig zu beauftragen.

Rolf Brugger: Ich freue mich, mit der Buvette („Anrichte“) beim Ausgang der Tiefgarage an der Kapuziner Straße für eine Auflockerung des Straßenbereiches mit freundlichem Charakter beizutragen. Dort ist geplant Getränke und kleine Snacks, die an kleinen Tischen verzehrt werden können, zu verkaufen.

Was gäbe es aus Ihrer Sicht eventuell nachzubessern?

Rolf Brugger: Besonders am Herzen liegt mir die Verkehrssituation, welche überdacht werden sollte. Seitens von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt ist angedacht, aus der Kapuziner Straße eine Flaniermeile zu machen, um Rheinfelden noch liebenswürdiger zu gestalten. Damit würde der Durchgangsverkehr vor den Geschäftsbereichen wegfallen und die Anlieferung über den Seidenweberweg erfolgen, was mich sehr freuen würde. Dieses Konzept sollte nun ergänzend rasch realisiert werden.

Fragen: Heidi Rombach

Leben und Arbeiten unter einem Dach

Der Aus- und Eingang der Tiefgarage. Später soll die Kapuziner Straße zur Flaniermeile werden.
Der Aus- und Eingang der Tiefgarage. Später soll die Kapuziner Straße zur Flaniermeile werden.

Rheinfelden – In der Kapuzinerstraße entstanden 30 Wohneinheiten in einzigartiger Lage. Sie sind in unterschiedlichen Größen von 31,13 Quadratmetern bis 217,38 Quadratmetern in 1-, 2-, 3-, 4-, und 7-Zimmern aufgeteilt. Vom zweiten bis sechsten Obergeschoss überzeugen die Wohnungen mit ideenvollen und einrichtungsfreundlichen Grundrissen. Dabei wurden modernste Materialien, attraktiv und komfortabel verbaut, welche architektonische Akzente setzen. Wie Caroline Donche-Brugger von Top-Immobilien-Rheinfelden-GmbH bekundet, „sollen die Wohnungen die Werte im Inneren stimmen und ein willkommener Rückzugsort und Ausgangspunkt, Lebensraum und Lebenstraum zugleich sein“.

Beim Rundgang durch den zweigeschossiges Parkbereich ist Investor Rolf Brugger von Hochrhein Invest GmbH und Tochter Caroline Donche-Brugger von Top-Immobilien-Rheinfelden-GmbH auf dem Weg zum Wohn- und Geschäftshaus an der Kapuziner Straße anzumerken, dass die offizielle Eröffnung nicht mehr fern ist. Die Stellplätze in der neuen Tiefgarage werden von der Basler Straße aus angefahren und befinden sich im südlichen Bereich unter der Verkehrsfläche des Seidenweberwegs sowie unter privaten Grundstücksflächen. Das Riesenprojekt, mit dessen Bauarbeiten Mitte 2018 gestartet wurde, wartet an diesem Tag nur noch auf die Bau­freigabe, damit die Mieter Einzug halten können.

Im Hochrheincenter II ist die Volksbank Rhein-Wehra Eigentümer auf zwei Geschossebenen. Auf mehr als 500 Quadratmetern gibt es in der neuen Filiale neben dem SB-Bereich Beratungszimmer, Besprechungsräume, Teambüros, eine Sport-Bar für die kurze Beratung, einen Lounge-Bereich und eine Zone für Familienberatung. Darüber hinaus sollen Kundenveranstaltungen mit bis zu 50 Personen in den Räumen stattfinden. Die Bankfiliale ist direkt von der Tiefgarage aus zugänglich, die gleichfalls im Eigentum des Bankunternehmens ist. Außerdem gehören der Volksbank die Gewerbeflächen im Hochrheincenter II, wo Pro Optik und der Bekleidungsdiscounter NKD wieder am einstigen Standort zu finden sind.

Auch der bestehende Müller-Markt konnte sich durch den Anbau vergrößern. Seine Ladenfläche wurde nun um rund 600 zusätzliche Quadratmeter erweitert. Eine weitere Aufwertung bringt (ab Dezember) das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Rheinfelden GmbH (info@mvz-rheinfelden.de) im Hochrheincenter II mit sich. Unter einem Dach befindet sich im ersten Obergeschoss auf 400 Quadratmetern ein Ärztezentrum mit verschiedenen Fachärzten um Dr. med. Tibor Bojti. Für natürliches Tageslicht sorgen viele Fensterfronten. Die Praxisräume sind nach modernsten Erkenntnissen räumlich geplant und bieten nicht nur in Coronazeiten Abstand durch zwei großzügig angelegte Wartebereiche.

Zum Projekt

  • Bauherrschaft: Hochrhein Invest GmbH, Rudolf-Vogel-Anlage 5+6, 79618 Rheinfelden
  • Geschäftsführung: Rolf W. Brugger, Telefon 07623/ 741¦67¦32, Internet: www.hochrhein-invest.de
  • Architekt: Lietzow Architekten Karl-Fürstenberg-Str. 6+8, 79618 Rheinfelden, Telefon 07623/86¦01
  • Beratung und Verkauf: Top Immobilien GmbH, Rudolf-Vogel-Anlage 5+6, 79618 Rheinfelden/Baden. Ansprechpartnerin ist Caroline Donche-Brugger, Telefon 7623/797¦27¦70, E-Mail: caroline.donche@top-immo-rheinfelden.de. Internet: www.top-immo-rheinfelden.de

Bereicherung für das Stadtbild

Rückblick auf 2018: Aushub der Baugrube für das Hochrhein-Center II.
Rückblick auf 2018: Aushub der Baugrube für das Hochrhein-Center II.

Rheinfelden (roh) Innerhalb von sechs Jahren hat sich die Kapuzinerstraße in Rheinfelden (Baden) baulich wesentlich verändert und damit entstand ein neues Stadtbild. Begonnen hat alles, als Investor Rolf Brugger zusammen mit Architekt Manfred Lietzow und weiteren Partnern im März 2014 das Hochrhein-Center I in der Kapuzinerstraße 2 eröffnete und damit ein beliebtes Einkaufszentrum anstelle des ehemaligen Kaufhauses Blum schuf.

Nun, im Herbst 2020, schließt sich mit der offiziellen Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnitts die von vielen Seiten gelobte Investition „Hochrheincenter“. Seit 2014 beherbergt die Immobilie die Ankermieter H&M, Drogerie Müller und Schuh-Werdich sowie die Gastronomie von Pasta-König, das Schönheitsinstitut Ferrara, Lestetica Hair & Make-up Artists, das Reisebüro Wiedmann/Seilnacht sowie das Boutique Hotel Bellevue über den Dächern von Rheinfelden. 2015 verkaufte die Hochrhein-Center GmbH das Anwesen an das dänische Familienunternehmen, die Kurt Laursen-Holding.

Im November 2019 folgte das Richtfest des Rohbaus des Hochrheincenters II. Zimmerer Peter Reinacher wünschte damals, „dass die Käufer froh drin walten und sich stets gesund erhalten! Darauf trink ich das Glas jetzt aus. Es zerbrech. Bring Glück dem Haus“. Als eine gelungene Ergänzung zu den Bemühungen der Stadtsanierung betrachtete Oberbürgermeister Klaus Eberhardt das Projekt und bescheinigte, eine gelungene Ergänzung in der Innenstadt und als Aufwertung der Kapuziner Straße zu sein.

Mit insgesamt 22 Millionen Euro Investitionskosten liegen die Kosten deutlich über den ursprünglichen Planungen.

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