Der Gemeinderat folgte in seiner jüngsten Sitzung in beiden Fällen den Empfehlungen des Bau- und Umweltausschusses. Für Sabine Hartmann-Müller – ehemalige Ortsvorsteherin – war beides sichtlich schwer zu ertragen.

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„Mir fehlt der Glaube, dass wir nächstes Jahr die Mittel haben“, sagte die CDU-Gemeinderätin am Ende der Diskussion um die Kanalsanierung. Auf die wartet der Ortsteil nämlich schon mehr als zehn Jahre, wie auch der altgediente ehemalige Ortschaftsrat Helmut Wolpensinger zu Beginn betonte. „In der Bahnhofstraße stinkt es immer wieder.“

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Die Arbeiten sollten eigentlich in zwei Bauabschnitten erfolgen, nun werden sie nach Vorstellung der Stadt im kommenden Jahr in einem Rutsch erledigt. „Das spart auch Kosten, etwa bei der Baustelleneinrichtung“, so OB Klaus Eberhardt. Für den ursprünglichen Plan fehlt in diesem Haushalt definitiv das Geld, denn die Kosten für die Maßnahme wurden nicht ausreichend berechnet, so dass zwischen den eingestellten Mitteln und dem eingegangenen Angebot eine Lücke von rund 500.000 Euro klafft (wir berichteten).

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Um wesentlich weniger Geld geht es zwar beim städtebaulichen Wettbewerb für „Römern“ – aber die 75.000 Euro sind trotzdem nicht verfügbar. „Ich frage mich, warum nicht genug Geld eingestellt wurde“, so Hartmann-Müller. Es müsse endlich weiter gehen, denn der Wohnungsdruck im Ortsteil sei hoch. „Jetzt beißen uns wegen Corona die Hunde, weil wir so lange gezögert haben.“ Dieser Auffassung widersprach Alfred Winkler (SPD): „Es gibt keine Dringlichkeit.“

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In Herten sei in den vergangenen zehn Jahren pro Kopf am meisten gebaut worden – landkreisweit. Auch Karin Reichert-Moser (Freie Wähler) sprang Hartmann-Müller nicht zur Seite. „Der Beteiligungsprozess für das Baugebiet begann erst im September 2019. Jetzt haben wir Mai.“ Da könne man noch nicht von Verzögerungen sprechen, befand Degerfeldens Ortsvorsteherin.

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