Bis in den April waren die Inzidenzen für den Ausrichter der Gartenmessen (Diga) auf Schloss beuggen noch nicht sehr motivierend, dennoch hoffte Dieter Maier von der SüMa Maier Veranstaltungs GmbH, dass er noch grünes Licht für seine Gartenmessen bekäme.

„Für mich als Unternehmer bedeutet das Lebensfreude“, sagt Dieter Maier zum kürzlich erteilten Okay des Ordnungsamtes, dass die 18. Diga auf Schloss Beuggen stattfinden kann. „Bislang sind wir nur so rumgehangen und haben philosophiert, was wir machen könnten. Jetzt haben wir ein Ziel vor Augen.“

Veranstalter der Gartenmesse auf Schloss Beuggen: Dieter Maier.
Veranstalter der Gartenmesse auf Schloss Beuggen: Dieter Maier. | Bild: Horatio Gollin

Die Arbeitsmoral bei den Mitarbeiterinnen und ihm selbst sei enorm gestiegen. „Es war ein schleichendes Okay, weil es hängt ja alles von den Inzidenzzahlen ab, aber seit einer Woche sieht es gut aus mit einer Inzidenz unter 50“, sagt Maier. Er ist zuversichtlich, dass die Lage so bleibt, da die Hochrisikogruppen geimpft sind.

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„Wir sind in beständigen Kontakt mit dem Ordnungsamt und werden Auflagen für die Diga einhalten müssen“, erklärt Maier. Konkret sind diese noch nicht bestimmt, aber er geht davon aus, dass die Gartenmesse von Genesenen, Geimpften und Getesteten besucht werden kann. Für die Diga hat er einen Betreiber von Teststationen schon verpflichtet, der an allen Eingängen zur Gartenmesse Teststationen einrichten wird, so dass sich Besucher vor Ort testen lassen können, wenn sie keine aktuelle Testbescheinigung haben.

Bei der Gelegenheit hat er den Kontakt zwischen der Stadtverwaltung und dem Betreiber hergestellt, der die Teststation auf dem Friedrichplatz betreibt. „Wenn man den Menschen Tests als Auflage macht, um am öffentlichen Leben teilzunehmen, sind die Kommunen auch gefordert, Teststationen aufzubauen, deswegen habe ich den Kontakt vermittelt“, erklärt Maier. Die Kontaktnachverfolgung auf der Diga wird entweder durch eine manuelle Erfassung oder die Luca-App gewährleistet.

Keine Vorträge an der 18. Diga

Einen Abstrich an der Diga muss er aber machen. „Wir werden keine Vortragsprogramme anbieten, weil da die Besucher zu eng auf einander sitzen. Darauf haben wir auch letztes Jahr schon verzichten“, sagt Maier. Falls es Besucherbeschränkungen gibt, sieht er kein Problem, da das Gelände groß genug ist. „Derzeit gelten pro Person zehn Quadratmeter.

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So viele Besucher habe ich gar nicht, weil sie zeitversetzt kommen“, sagt Maier. Über die Jahre hatte die Diga stabil 12 000 bis 14 000 Besucher. 2019 kamen 11 000 Besucher und bei der im September 2020 ausgerichteten Messe waren 7000 Besucher gekommen. „Ich rechne mit 10 000 Besuchern oder mehr. Das können wir packen“, meint Maier. In der Vergangenheit hatte sich der Freitag als der verkaufsstärkste Tag der dreitägigen Gartenmesse herauskristallisiert, obgleich er der besucherschwächste Tag ist.

Trotz gestiegener Kosten bleibt der Eintrittspreis stabil. 140 Aussteller haben zugesagt. 30 Aussteller präsentieren Pflanzen, aber auch Grills, Edelstahlkamine, Brunnen, Whirlpools und Gartendekorationen sind wieder vertreten. Ein Gastronomiekonzept liegt vor. Im letzten Jahr war der Abendverkauf bis 22 Uhr am Samstag ausgefallen, dies Jahr ist er wieder eingeplant. Mit dem neuen Schlossbesitzer hat Maier schon gutes Telefongespräch geführt.

„Im Juni werden wir uns treffen und besprechen, wie wir in Zukunft zusammen arbeiten. Ich denke, dass wir einen guten, gemeinsamen Weg finden werden“, sagt Maier. Neben der Diga im Schloss Beuggen plant er noch drei weitere Gartenmessen in Iffezheim, im Kloster Wiblingen bei Ulm und in Aldersbach sowie den Herbstzauber in Bad Säckingen. In Freiburg möchte er auf dem Messegelände vier Großflohmärkten durchführen. „Jetzt fängt schon die Planung für nächstes Jahr an“, sagt Maier. „Wir werden unseren Bestand halten und schauen, ob wir unsere Standorte mit weiteren Veranstaltungen ausbauen können.“