Da coronabedingt kein klassischer Abiball stattfinden konnte, wurde die feierliche Abiturzeugnisübergabe im Schulhof des Georg-Büchner-Gymnasiums unter Einhaltung eines dafür erstellten Hygienekonzepts abgehalten. Durch den Abend führte Julia Meyer, die sowohl die Festivität eröffnete als auch bei der Zeugnisübergabe jedem Absolventen eine Rose überreichte. Schulleiter Volker Habermaier verwies auf die seltsamen und schweren Zeiten, in die dieses besondere Abitur falle und betonte dabei das, was die Gesellschaft am Anfang der Epidemie zusammenstehen ließ, während nun Kleinigkeiten wie das Maskentragen und Abstandsgebot die Gesellschaft zu spalten schienen.

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Er erinnerte an den Namensgeber der Schule, Georg Büchner, der selbst mit nur 23 Jahren einer Epidemie erlag und dem es dennoch gelang, in seinem kurzen Leben literarisch wertvolle Werke zu verfassen und bleibende Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich zu erzielen. Vielleicht hätten „staatlich vorgegebene Kleinigkeiten wie Hygieneregeln“ sein Leben verlängern können, so Habermaier.

Der Schulleiter hinterfragte, ob es in Anbetracht dessen tatsächlich wert sei, sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen. Schließlich schrieb Büchner selbst, dass staatliche Gesetze das Wohl Aller sicherten, wenn sie „aus dem Wohl Aller“ hervorgingen.

Verantwortung als Schlüsselwort

Nun sei es an der Zeit, dass die Absolventen des GBG mitdiskutierten und mitverhandelten. Der Schulleiter bat die Abiturienten, verantwortungsbewusste und verantwortungsfähige Bürger zu werden. Im Anschluss ließ Leon Hunzinger als Sprecher des Abiturjahrgangs die Jahre an der Schule Revue passieren.