Nicht alle, aber zahlreiche Ladeninhaber in Rheinfelden/Schweiz sind am Montag der Aufforderung der Einzelhandelsorganisation Pro Altstadt gefolgt und haben ihre Geschäfte schon am Morgen geöffnet. Die Zeit der Zwangspause ist damit vorbei. Vom 20. Dezember an mussten die Geschäfte, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkauften, auf Geheiß der Regierung schließen. Seit dem 1. März dürfen sie nun wieder Kunden empfangen.

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Tatsächlich kamen bereits am Morgen die ersten Kaufwilligen und sorgten für Umsatz. „Ich bin optimistisch. Ich glaube, dass es so etwas wie einen Nachholbedarf gibt. Die persönliche Beratung und der soziale Kontakt haben vielen Kunden gefehlt“, erklärt Jolanda Schaffner vom Geschäft „Wohnhuus“. Die vergangenen Wochen seien nicht einfach gewesen: Im Januar habe sie nur rund ein Drittel, im Februar die Hälfte des normalen Umsatzes gemacht. „Die Kunden zeigten sich solidarisch und haben Bestellungen telefonisch oder online aufgegeben“, sagt Schaffner.

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Ähnlich äußert sich Claudine Hirt vom Geschäft „Trag-Werke“: „Die vergangenen Wochen waren herausfordernd. Ich freue mich, dass wir jetzt wieder öffnen dürfen.“ Auch sie ist zuversichtlich, dass die beträchtlichen Umsatzeinbußen zumindest teilweise wettgemacht werden können. „Nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühling konnten wir vieles wieder aufholen. Sehr schade war dann aber, dass wenige Tage vor Weihnachten ein zweiter Lockdown folgte“, sagt Hirt.

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Der „Zweiblatt-Shop“ in der Marktgasse durfte zwar in den vergangenen Wochen offenbleiben, aber nur einen Teil des Sortiments anbieten. „Das war nicht rentabel, aber wir wollten für unsere Kunden da sein“, erklärt Betreiber Wilhelm Stoll. Er ist froh, dass jetzt wieder alle öffnen dürfen und es beim Sortiment keine Einschränkungen mehr gibt.

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„Die Kunden freuen sich. Ich habe viele Mails bekommen“, erzählt Ulrike Sammarchi vom Geschäft „Kinderkram“. Auch sie hat ihren Laden bereits am Montagmorgen geöffnet. Im Januar und im Februar sei der Umsatz auf rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. „Wenn die Schließung noch länger gedauert hätte, wäre es wohl für viele Geschäfte sehr eng geworden“, sagt sie.

Die Gastronomie hat noch geschlossen

Für den Einzelhandel herrscht also seit Montag wieder so etwas wie Normalität. Deutlich düsterer sieht die Situation für die Gastronomie aus: Die Restaurants dürfen frühestens in drei Wochen wieder Gäste empfangen.