Die Freude bei der Awo und der Stadt ist groß: Der Kreistag hat auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion beschlossen, dass auf der Scheinbergdeponie Abfälle wie Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Sanitärkeramik ohne Mengenbegrenzung von den Sozialkaufhäusern angeliefert werden dürfen. Die Anlieferungen sind von einer Gebühr befreit; die Entsorgungsmöglichkeit besteht nur für Abfälle, die im Rahmen von Tätigkeiten anfallen, die zur Abfallwiederverwendung und Abfallvermeidung beitragen. „Wir haben eine pragmatische Lösung gefunden. Die Abfallwirtschaft hat die Situation neu bewertet und für alle eine Lösung gefunden“, so die Aussage von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt beim Pressegespräch im Rheinfelder Sozialkaufhaus Schatzkästlein.

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Die Kreisvorsitzende Hannelore Nuss und Ina Pietschmann, Geschäftsführerin Kreisverband, brachten ihre Freude über den Beschluss zum Ausdruck. „Der Awo-Kreisverband Lörrach ist über die Lösung hocherfreut und bedankt sich bei allen Beteiligen für die große Unterstützung“, so Nuss. Ina Pietschmann verwies auf die Problematik mit dem Müll und berichtete: „Wir bekommen sehr viel Ware zum Sortieren, nach einem Wochenende kommt es vor, dass ganz viel Unbrauchbares einfach auf der Rampe vor unserem Schatzkästlein in Rheinfelden steht, was die Awo dann entsorgen muss“.

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Mit dem Sortieren der gespendeten Waren leisten Ehrenamtliche in den Sozialkaufhäusern einen großen Beitrag zur Wiederverwertbarkeit von Gütern und entlasten die Recyclinghöfe. Dabei sind auch viele Sachen, die sich nicht verkaufen lassen, wöchentlich muss dieser Sperrmüll dann entsorgt werden.

Schwierigkeiten in Vergangenheit

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Schwierigkeiten gekommen, wenn der Fahrer des Awo-Transporters auf den Recyclinghöfen kostenfrei den Abfall der Sozialkaufhäuser entladen wollte. Die Menge war zu groß, man wurde zur kostenpflichtigen Scheinbergdeponie geschickt.

Der Awo-Kreisverband Lörrach betreibt mit den drei Awo-Sozialkaufhäusern ein „Non Profit Unternehmen“, was bedeutet, dass die verkauften Warenspenden den gesamten Betrieb eines Kaufhauses mit Personalkosten und sämtlichen Nebenkosten erwirtschaften. Sämtlicher Hausmüll, der nicht auf die Höfe gebracht werden darf, musste kostenpflichtig entsorgt werden. Im zurückliegenden Jahr zahlten die drei Awo-Kaufhäuser Hausmüllgebühren von rund 4500 Euro.

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