Unter dem Motto „Jeder hat das Recht auf Wind in den Haaren“ können sich künftig Menschen, die nicht mehr mobil sind, mit einer Rikscha auf Spazierfahrten begeben. Möglich macht dies das Familienzentrum, das sich eine Rikscha angeschafft hat, um Teilhabe am aktiven Sozialleben sowie Mobilität im Alter zu bieten. Außerdem sollen Isolation und Einsamkeit bekämpft werden.

Die Initiative des Familienzentrums begründet sich auf dem bundesweiten Dachverband „Radeln ohne Alter Deutschland“ (RoAD). Ins Familienzentrum gelangte die Idee durch Mitinitiatorin Maria Casser-Bette, deren Tochter Inga Bette sowie Caroline Kuhl aus Bonn, die beim Dachverband tätig ist.

Mit der Schulung von insgesamt 17 Rikscha-Piloten wurde dem Projekt am Samstag neuer Schwung verliehen. Wie die Leiterin des Familienzentrums, Birgit Kiefer erklärte, seien lediglich vier Piloten aus den Reihen des Familienzentrums. Die übrigen Teilnehmer hätten sich allesamt im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements gemeldet.

Kein Vergleich zum normalen Rad

Ihnen wurde am Samstag der richtige Umgang mit der 10.000 Euro teuren Rikscha vermittelt, aber auch das Sichern der Fahrgäste sowie die Unterschiede in der Handhabung gegenüber einem herkömmlichen Fahrrad oder E-Bike. Darüber hinaus lernten die angehenden Rikscha-Piloten auch die mechanischen wie elektrischen Funktionen der Rikscha kennen. Die Probefahrten fanden aufgrund des schlechten Wetters in der Halle der Hans-Thoma-Schule statt. Genutzt werden soll die Rikscha zunächst für Fahrten von an Demenz erkrankten Menschen aus der Tagespflege der Caritas und des Senterra-Pflegezentrums in Rheinfelden.

Wie Kiefer mitteilte, können aber auch Alleinstehende die Rikschafahrten in Anspruch nehmen. Da das Familienzentrum mit einer Außenstelle auch in Grenzach-Wyhlen tätig ist, wird überlegt, auch für die Doppelgemeinde eine Rikscha anzuschaffen. Dies teilte der frisch ausgebildete Rikscha-Pilot Georg Stenz am Samstag mit. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, nebenberuflich nicht mehr mobile Menschen mit der Rikscha zu chauffieren – wenn möglich schon bald auch in Grenzach-Wyhlen.

Infos zum Projekt im Internet:
www.radelnohnealter.de

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