Die Adelhausener Bürgerin Alexandra Rosa schlägt Alarm. Sie sieht es als Gefährdung an, den Wirtschaftsweg von Adelhausen Richtung Ober-Eichsel zu benutzen. Der Grund: Der Eichenprozessionsspinner ist aktiv. Betroffen sind zwei Eichenbäume, die auf dem Grünstreifen zwischen der Landstraße 139 und dem auf der reichten Seite parallel dazu verlaufenden Wirtschaftsweg stehen.

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Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Kommt der Mensch mit den Brennhaaren der Raupe in Kontakt, kann das eine Raupendermatitis auslösen, es können Verbrennungen auftreten, die harmlose Variante ist ein Juckreiz.

Weiße Gurtnester

Stark vom Eichenprozessionsspinner befallen ist der zweite Eichenbaum, etwas oberhalb des Gotteskreuzes. Wer den Stamm und die Äste genau betrachtet, dem fallen markante weiße, seidene Gurtnester auf, die weiße Spuren hinterlassen. Die Nester und Spuren verfärben sich nach kurzer Zeit und sind dann nicht mehr so leicht zu erkennen.

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„Ich hatte schon leichte Verbrennungen auf den Armen und einen starken Juckreiz auf der Kopfhaut“, erzählt Alexandra Rosa, die fast täglich an den zwei Eichen vorbeigeht, wenn sie die Pferde und Ponys auf die Weide bringt. Ihrer Tochter und den Enkelkindern rät sie, die Stelle flugs zu passieren und auf die Wiese auszuweichen. Auch mit Spaziergängern und Radfahrern hat sie über das Thema gesprochen, von Spaziergängern aus dem Dorf hat sie erfahren, dass diese auf einen anderen Weg ausweichen, um keinen Schaden zu erleiden.

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Bereits vor ein paar Jahren wurden an der L 139 Eichen gepflanzt, inzwischen stehen noch zwei der Bäume, seit drei Jahren, sagt Rosa, sind diese jedes Jahr mit dem Eichenprozessionsspinner befallen. Aktuell ist aus Sicherheitsgründen ein rot-weißes Band um die Bäume angebracht. Der Adelhausener Gemeindearbeiter hat das Band angebracht. Der Grünstreifen gehört dem Landkreis, wird aber von der Stadt bewirtschaftet.

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„Wie der Name bereits verrät ist das Insekt auf den Eichenbaum spezialisiert“, sagt Forstinspektor Thomas Hirner. „Aus den Raupen werden Schmetterlinge und die fliegen dann zum nächsten Eichenbaum, auf dem sie leben können. Die Bäume zu fällen ist keine Lösung, sie sind die Nahrung dieses Tieres.“ Dass der Eichenprozessionsspinner vermehrt auftritt, sei Sache der Klimaerwärmung, und wie bei allen Allergien reagiert der Mensch unterschiedlich auf den Kontakt. Er rät davon ab, in die Äste, die voll sind mit Gespinstmotten, hineinzugreifen. „Wegen einem Insekt wird nicht gleich ein Baum umgemacht. Die Stadtgärtnerei hat inzwischen den Baum mit einem roten Band abgesperrt und die Passanten sollen mit Vorsicht die Stelle passieren“, fordert Ortsvorsteherin Silvia Rütschle.