Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ist der Betrieb auf der Kunsteisbahn (KuBa) in Rheinfelden/Schweiz stark eingeschränkt. Es gibt derzeit keinen öffentlichen Eislauf. Kinder, die jünger als 16 Jahre alt sind, dürfen aber mit der Schule und den Vereinen aufs Eis.

Investitionen amortisieren sich so nicht

So war das nicht geplant: Rund 2,3 Millionen Franken hat die Rheinfelder KuBa Freizeitcenter AG im vergangenen Jahr in den lange geplanten Ausbau des Garderoben- und Verwaltungsgebäudes der Kunsteisbahn investiert. Damit sollte das Eislauferlebnis für alle Besucher noch attraktiver werden. Doch die laufende Saison, die Ende September begonnen hat, ist die schlechteste in der Geschichte der Kunsteisbahn. Das kann bereits heute festgestellt werden. Corona macht auch hier einen dicken Strich durch die Rechnung.

Das könnte Sie auch interessieren

Konnte zu Beginn der öffentliche Eislauf noch angeboten werden, ist dies seit Mitte Dezember nicht mehr möglich. „Freizeit- und Sportanlagen dürfen aber für Kinder bis 16 Jahre offen bleiben. Wir halten deswegen den Betrieb für die Vereine und die Schulen aufrecht“, erklärt KuBa-Geschäftsführer Willy Vogt. Die jungen Vereinsmitglieder und die Schüler dürfen aufs Eis, während die Trainer und Lehrer außerhalb bleiben müssen. Auf einen öffentlichen Eislauf nur für Unter-16-Jährige wird hingegen verzichtet, wie Geschäftsführer Willy Vogt sagt.

Das könnte Sie auch interessieren

Finanziell lohne sich das eingeschränkte Angebot nicht. „Wir haben große Einbußen und machen nur noch rund einen Drittel des normalen Umsatzes. Im Winter ist der öffentliche Eislauf und die Schlittschuh-Vermietung die Haupteinnahmequelle. Das fällt jetzt weg“, schildert Vogt.

Weitere Besucher willkommen

Eine komplette Schließung, wie zum Beispiel bei den Betrieben in Basel, sei jedoch kein Thema. „Wir wollen für die Kinder und Jugendlichen das ermöglichen, was noch erlaubt ist. Dazu fühlen wir uns verpflichtet“, sagt der Geschäftsführer. Die Stadt Rheinfelden/Schweiz ist an der KuBa Freizeitcenter AG beteiligt und unterstützt sie jährlich mit 825.000 Franken.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Schulen aus dem Schweizer Rheinfelden und aus den umliegenden Gemeinden nutzen das Angebot, ebenso der Eishockey-Club Rheinfelden sowie der Eislauf-Club Rheinfelden, sagt Vogt. Weil in Basel die Eisbahnen geschlossen sind, kommen demnach teilweise auch Vereine aus der Region mit ihren Junioren nach Schweizer Rheinfelden. Insgesamt sei aber auch hier ein deutlicher Rückgang zu spüren.

Das Fazit

Weitere Schulen und Vereine seien willkommen, so Vogt, die Anlage sei nicht ausgebucht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KuBa seien wegen der aktuellen Situation teilweise in Kurzarbeit. Es sei für alle eine schwierige Situation, so Vogt: „Im Moment gehen wir davon aus, dass wir für die Vereine und die Schulen wie geplant bis 7. März offenhalten.“ Das kleine Eisfeld werde hingegen eventuell schon früher geschlossen. Es sei eine Saison zum Vergessen.