Der große Ansturm auf die Geschäfte ist beim Lichtereinkaufsabend am Freitag in der Rheinfelder Innenstadt ausgeblieben. Nur wenige Einzelhändler berichteten auf Nachfrage von einer Belebung, die meisten Geschäftsinhaber zeigten sich indes enttäuscht und machten die Corona-Einschränkungen dafür verantwortlich. Wer da war, erlebte aber bezaubernde Lichteffekte und warmen Glanz von Kerzen und Laternen.

Die Innenstadt leuchtete am Freitag im Glanz von bunten Lichtern und warmen Kerzen. Der Lichtereinkaufsabend lockte mit besonderen Aktionen, verlängerten Öffnungszeiten und einer besonderen Atmosphäre.
Die Innenstadt leuchtete am Freitag im Glanz von bunten Lichtern und warmen Kerzen. Der Lichtereinkaufsabend lockte mit besonderen Aktionen, verlängerten Öffnungszeiten und einer besonderen Atmosphäre. | Bild: Erika Bader

Das Angebot

Das Angebot des Lichtereinkaufsabends, der von der Wirtschaftsförderung organisiert wurde, war vielversprechend. So lockten nicht nur die Lichtinstallationen mit illuminierten Torbögen an den Zugängen der Fußgängerzonen die Menschen zum Schlendern in die Innenstadt, sondern auch die Lichteffekte an der Christuskirche und an den Häuserfassaden am Oberrhein- und Friedrichsplatz.

Die beteiligten Einzelhändler gestalteten individuelle Aktionen vor ihren Geschäften.
Die beteiligten Einzelhändler gestalteten individuelle Aktionen vor ihren Geschäften. | Bild: Heinz Vollmar

Die Ausweitung der Illuminierungen entlang der Zähringerstraße bis hin zur Stadtbibliothek sowie individuelle Inszenierungen an vielen anderen Punkten zeigten ebenfalls Wirkung und begeisterten die Menschen. Mehr als 30 Geschäfte hatten bis 21 Uhr geöffnet und boten den Kunden über das reguläre Angebot hinaus noch verschiedene Sonderaktionen. Daneben gab es Livemusik und auch das kostenlose Parken in der Volksbank-Tiefgarage sollte die Menschen zum abendlichen Einkaufsbummel animieren.

Die Stimmung

Die Illuminationen weckten Begeisterung bei den Passanten. Viele berichteten im Gespräch mit dieser Zeitung, dass sie sich vor allem deswegen zum abendlichen Schlendern durch die Innenstadt animieren ließen. Zahlreiche Besucher erklärten aber auch, dass viel zu wenig los sei, was sie vor allem auf die Corona-Auflagen zurückführten. Darüber hinaus vermissten viele ein kulinarisches Angebot wie einen Würstchenstand.

Die Magnete

Zu den Punkten mit dem meisten Publikum zählten die Fußgängerzone in der Karl-Fürstenbergstraße, der Platz vor dem Hieber-Frischecenter und der Oberrheinplatz, wo aufgrund des Lichtereinkaufsabends mehr Menschen zu sehen waren als an den übrigen Orten der Innenstadt. Enge herrschte indes im Public Pub, wo viele Besucher vor dem Lokal warten mussten, bis sie eingelassen werden konnten. Gut besucht war auch die Bar Weinspitz, wo der Rheinfelder Klaus Böffert auf seiner Gitarre begeisterte. Die Band Letter Box hatte kurzfristig abgesagt, sodass Böffert in die Bresche springen konnte. Bei Glühwein und gebrannten Mandeln fühlten sich die Besucher darüber hinaus am Hieber sichtlich wohl und auch das Angebot des Pasta Königs in der Kapuzinerstraße, wo es ebenfalls Glühwein und Eis gab, wurde gut angenommen.

Im „Public Pub“ gab es Oldies mit Klaus Herrmann.
Im „Public Pub“ gab es Oldies mit Klaus Herrmann. | Bild: Heinz Vollmar

Der Handel

Überwiegend enttäuscht zeigten sich jedoch die Einzelhändler, die eigens mit erweiterten Ladenöffnungszeiten um Besucher warben. Viele von ihnen teilten auf Nachfrage mit, dass nicht mehr Umsatz gemacht worden sei, bei einigen herrschte über Stunden „tote Hose“, sagten sie. Nur einzelne Geschäftsleute berichteten von mehr Publikum als üblich. Dennoch lobten viele das Engagement der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings, auch wenn die meisten nur zum Schlendern in die Stadt gekommen waren.