„Während sich die Einsatzzahlen im Normalbereich bewegen, drücken andere Zahlen die Corona-Folgen aus“, kommentiert Feuerwehrkommandant Dietmar Müller die Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr Rheinfelden für 2020.

217 Alarmeinsätze (also rund 0,6 pro 100 Einwohner) mit 2311 Stunden werden im Kurzreport verzeichnet. Wegen der Pandemie gab es keine Anlässe für Sicherheitswachdienste, die Drehleiter kam zwei Mal zum Einsatz, einmal davon zur Beringung von Jungstörchen. Insgesamt gab es 289 Anlässe, vier mehr als im Vorjahr, je zur Hälfte bei Tag und bei Nacht. 128 Mal wurde technische Hilfeleistung angefordert, 30 Mal gab es Einsätze wegen Brandmeldeanlagen, 53 Mal rückten die Kameraden zu Bränden aus und sechs mal zu sonstigen Einsätzen.

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Die höchste Einsatzbelastung hatten mit 81,6 Prozent auf die Kernstadtabteilungen Nollingen, Rheinfelden, Warmbach. Das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent zum Vorjahr. Mit 205 Einsätzen im Stadtgebiet und zwölf im Überland – denn es wurde Nachbarschaftshilfe in Grenzach-Wyhlen, Schopfheim und Schwörstadt geleistet – ist die Abteilung Rheinfelden Spitzenreiter. Die Feuerwehrfahrzeuge haben – gemessen an ihrer Fahrleistung – 2020 etwa 1,1 Mal die Erde umrundet: 42.833 Kilometer haben sie zurückgelegt, das sind 32.542 Kilometer weniger als 2019. 18.799 Kilometer entfallen dabei auf einsatzrelevante Fahrzeuge.

Zu den markanten Anlässen zählten 2020 der Spatenstich der Kanalisation im geplanten Baugebiet Cranachstraße und das Zentrale Feuerwehrgerätehaus. „In der Ausbildung laufen wir auf einen markanten Stau zu“, hält Müller fest, „aber die Gesundheit unserer Feuerwehrangehörigen und ihrer Familien geht bei allem Wollen absolut vor.“ Im Bericht drückt sich das so aus: 26 Teilnehmer besuchten elf Lehrgänge, Schulungen und Seminare – im Vorjahr waren es 178 Teilnehmer. Die Ausbildungsquote sank damit von 68,5 auf 9,9 Prozent.

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Und dennoch: Was die Herausforderungen in der Pandemie betrifft, so war „die Feuerwehr beziehungsweise deren Einsatzfähigkeit unter diesen besonderen Bedingungen bisher nicht negativ betroffen“, macht Müller deutlich. Zum Thema Covid-19 und Einsatzfähigkeit/Einsatzverhalten erfolgte außerdem ein monatlicher Infoaustausch mit den Schweizer Kollegen und Nachbarn, der auch 2021 fortgeführt werde.

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Zu den Highlights zählten die Auftragsvergabe zum Bau des Zentralen Feuerwehrgerätehauses durch den Gemeinderat sowie die Übergabe der neuen Drehleiter im Dezember. Wichtige Vorhaben für 2021 und die Folgejahre sind der Spatenstich und Baubeginn zum Feuerwehrgerätehaus und das Einreichen der Folgekonzeption. Die Hauptversammlung findet, sofern die Pandemie zulässt, am 23. Juli, 20 Uhr, in der Scheffelhalle Herten statt. Detaillierte Zahlen enthält der Jahresbericht 2020, der im März gedruckt werden soll.