Im Dinkelberger Biergärdle sind Künstler und Zuhörer ganz auf „Love and Peace“ eingestellt gewesen. Das Duo Tina & Joe spielte mit Unterstützung des Gitarristen Mark Wise Lieder der 60er und 70er Jahre.

  • Die Stimmung: Gute Stimmung kam sofort auf, an einigen Tischen wurde sogleich mitgeklatscht beim Bob-Dylan-Titel „Wagon Wheel“, mit dem Tina & Joe das Konzert eröffneten. Als dritter Gitarrist verstärkte Mark Wise das Duo. Tina & Joe sind bekannt für Mitsing-Konzerte mit Liedern der 60er und 70er Jahre, bekannte Stücke zum Mitsingen, deren Texte den Zuhörern geläufig sind. Wegen der Corona-Pandemie galt allerdings die Auflage, dass das Publikum nicht mitsingen darf, daher lief das Konzert auch unter dem Motto „Listen To Us“ anstelle des geplanten „Sing With Us“. Das Publikum hielt sich an die Vorgabe.
  • Die Musiker: Seit dem Jahr 2011 treten Saur und Bath als Tina & Joe auf und verbreiten die Botschaft der Hippie-Ära von „Love and Peace“, also Liebe und Frieden, auf ihren Konzerten. Die in Lörrach-Stetten lebenden Musiker hatten sich für ihren Auftritt auch in passende Garderobe geworfen. Saurs Kleid strahlte farbenfroh wie ein Regenbogen und Bath trug eine Jeans mit Schlag, blaues Batik-Shirt und passendes Stirnband. Den in Schopfheim lebenden Kalifornier Mark Wise stellte Saur als „waschechten Hippie“ vor, der allerdings das Woodstock-Festival verpasst hatte. Wise erzählte, dass er damals im nahen Bundesstaat New Jersey war und von dem anstehenden Konzert auch erfuhr, aber wegen des schlechten Wetters mit einem Kumpel im VW-Bus nach Florida fuhr.
  • Die Location: Bäume und Büsche umsäumen das Biergärdle und stehen auch zahlreich im Inneren. Die Bühne wird von Grün nahezu eingerahmt. Die Atmosphäre im Biergärdle passte wunderbar zu dem Konzert. Musik und Ambiente ließen ein Gefühl der vergangenen naturbezogenen Ära wiederaufleben. Das Biergärdle hat Saison von Mai bis Ende Oktober, und normalerweise finden Konzerte im zweiwöchigen Rhythmus statt. Dies erzählte Wirtin Stefanie Mayer, die seit 15 Jahren das Biergärdle betreibt. Wegen der Pandemie will sie dieses Jahr aber nur alle vier Wochen Konzerte veranstalten.
  • Die Regeln: Die Abstandsregeln von 1,5 Metern zwischen den Tischen konnten gut eingehalten werden, auch die üppige Vegetation sorgte für Abstand. Bei 200 Besuchern war für Mayer Schluss, da die Küche dann ans Limit komme. Platz böte das Biergärdle sogar für mehr Gäste und zwei separate Bereiche des Biergärdles waren gesperrt. Die Tische hatte das Personal zuvor desinfiziert. Eine Maskenpflicht für die Gäste galt im Außenbereich nicht, aber bevor sie Bestellungen aufgeben konnten, mussten alle Besucher ihre Kontaktdaten angeben.
  • Die Besucher: Obwohl die Besucher nicht mitsingen durften, herrschte eine gute Stimmung. Oft wurde mitgeklatscht und nach jedem Lied den Künstlern herzlich applaudiert. Fans von Tina & Joe kamen aus Rheinfelden und der gesamten Umgebung. Auf dem vollen Parkplatz standen auch einige Autos mit Kennzeichen aus dem Landkreis Waldshut und der Schweiz. Ein Schopfheimer erzählte, dass er wegen Wise gekommen sei, den er immer wieder beim Hundeausführen im gemeinsamen Heimatort treffe. Die Ehefrau lobte die Atmosphäre im Biergärdle und erzählte, dass sie Tina & Joe schon drei- oder viermal auf der Bühne gesehen habe. Es werde aber jedes Mal voller, so die Schopfheimerin.