Die Ortschaftsräte in Herten und Karsau haben erste Überlegungen zur Haushaltsplanung für 2021 angestellt.

  • Herten: Die Fraktionen von CDU, SPD und Freien Wählern hatten sich im Vorfeld verständigt, und Ortschaftsrat Nico Kiefer (SPD) trug die fraktionsübergreifende Forderung zu den Mittelanmeldung für 2021 in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats vor. Nach Ansicht der Ortschaftsräte liegt die Kanalsanierung in der Bahnhofstraße, die auf das nächste Jahr verschoben wurde, allen weiteren Projekten zugrunde. Ortsvorsteher Frank-Michael Littwin führte an, dass zwei der drei Bauabschnitte im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen. Kiefer führte aus, dass für die Fraktionen an erster Stelle die Planung des Neubaus der Scheffelhalle steht, gefolgt vom Ausbau der Kindertagesbetreuung im Ortsteil.
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Auch für die Neugestaltung des Rathausplatzes sollen Mittel angemeldet werden, ebenso für die Aufstellung des Bebauungsplans „Römern“ unter Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs. Die Fraktionen des Ortschaftsrats fordern zudem Mittel für die Umsetzung des Gestaltungskonzepts des Friedhofs, für die Fertigstellung der Arbeiten am Zuweg zum Grabbestei sowie für ein Nutzungskonzept für das Haus Rabenfels, damit dort Maßnahmen noch im Rahmen des Sanierungsgebiets „Ortskern-Herten II“ angegangen werden können. Die Ortschaftsräte haben die Mittelanmeldungen einstimmig beschlossen.

  • Karsau: Angesichts der starken Belastung des städtischen Haushaltes durch de Corona-Krise und Steuerrückzahlungen waren sich alle Fraktionen des Ortschaftsrates Karsau einig, in ihren Anforderungen für finanzielle Mittel bescheiden zu bleiben. So können sie sich den Verzicht auf die kurzfristige Planung für einen neuen Fuß- und Radweg entlang der Straße nach Minseln vorstellen. Aber der Zustand des Fußweges sollte doch verbessert werden, damit er sicher zu begehen ist. Ortschaftsrat Eckhart Hanser schlug zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für diesen Abschnitt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde vor.
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Hanser kam nochmals auf den weiteren Ausbau der Breitbandversorgung zu sprechen. Derzeit sei die Situation immer noch völlig unzureichend. In diesem Zusammenhang teilte Ortsvorsteher Jürgen Räuber mit, dass demnächst weitere Kabel und Rohre für Leitungen in Karsau verlegt werden. Wann jedoch die Onlineverbindungen wirklich stabil und schnell werden, stehe derzeit noch nicht fest.

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Katharina Schmidt von den Grünen kam nochmals auf die Kelter zu sprechen. Die alte Trotte werde immer noch gerne von Obsterzeugern genutzt, um dort zu mosten. Jedoch sei das Gerät eben in die Jahre gekommen. Ortsvorsteher Jürgen Räuber informierte über Schreiben der Stadtverwaltung, die keine Möglichkeit sehe, die Trotte in das Förderprogramm des Landes aufzunehmen, es sei denn, die mobile Trotte habe Denkmalwert. Diese Bewertung stieß auf Unverständnis bei allen Ortschaftsräten, weil es um die Sanierung der stationären Trotte geht, das Gebäude selbst sei in diesem Zusammenhang völlig uninteressant.

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