Geboren wurde Irene Gihr am 17. April 1917 in Rheinfelden. Sie entstammte einer Schreinerfamilie und verbrachte ihre Kindheit und Schulzeit in Nollingen. Ihr Vater erkannte ihr außerordentliches künstlerisches Talent und ermöglichte ihr eine Ausbildung an der Kunstakademie in Basel. Nach der Grenzschließung bei Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 musste die junge Frau die Schweiz verlassen und zog nach München, um ihre Ausbildung an der dortigen Kunstakademie fortzuführen. Nach der Bombardierung und fast kompletten Zerstörung Münchens im Jahr 1944 konnte sie nur ein einziges ihrer Bilder retten.

Schockiert von diesen Erlebnissen kehrte Irene Gihr nach Rheinfelden zurück. Hier lernte sie den Gewerbeschullehrer Gihr kennen, heiratete, gründete eine Familie und lebte in Nollingen. Die Malerei, vor allen Dingen Porträts und Blumenbilder in unterschiedlichen Stilen, hatte sie nie aufgegeben. Der Rhein verkörperte für die Künstlerin stets Inspiration und die Lust am Malen. Auch das Herstellen von Holzmadonnen war ihre Leidenschaft.

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Bei der ersten Kunstausstellung nach dem Weltkrieg gemeinsam mit Fritz und Arnold Schneider, Alban Spitz sowie Martha Thoma Baldinger im Jahr 1947 fand das Werk Irene Gihrs große Beachtung. Der damalige Kulturausschuss der Stadt wollte das Bewusstsein vermitteln, dass Rheinfelden nicht nur Industriestandort, sondern auch die Heimat beachtenswerter Künstler ist. Irene Gihr starb im Dezember 2012 in Rheinfelden.