Das Stadtjubiläum 2022 wird konkreter: Am Donnerstag stellte Bürgermeisterin Diana Stöcker das Logo vor, das die 100-Jahr-Feier begleiten wird. Außerdem können sich ab sofort Bürger, Gruppen und Initiativen melden, die eine Projektidee fürs Jubiläumsjahr haben. Koordiniert wird dieser Part von der Bürgerstiftung, die sich auf viele Vorschläge freut.

Diana Stöcker und Klaus Eberhardt mit dem Logo der Stadt.
Diana Stöcker und Klaus Eberhardt mit dem Logo der Stadt. | Bild: Verena Pichler

#Wir sind 100 Jahre jung – das ist der Slogan, der in goldener Schrift unter der Zahl 100 steht. Diese ist zur Hälfte blau, zur Hälfte golden, geteilt durch einen weißen, gebogen Strich. Diese Symbolik hat sich nicht eine Agentur für viel Geld ausgedacht, sondern Susanne Lais, Grafikdesignerin und in der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt tätig. Grundlage war eine Umfrage unter Verwaltungsmitarbeitern und Gemeinderäten.

Die Idee

„Wichtig war die Zahl 100, das ist der Anlass.“ Der Rhein als tragendes Symbol ebenso, denn Rheinfelden ist „aus Wasser und der Wasserkraft entstanden“, erläuterte Stöcker. Der weiße Strich stehe für die Rheinbrücke und die Verbindung zur deutlich älteren Schweizer Schwesterstadt. Der Hashtag # ist einerseits ebenfalls Symbol für die junge Stadt, wird später in den sozialen Medien aber auch dazu dienen, Nachrichten und Infos rund ums Jubiläum zu markieren und schnell sichtbar zu machen. Rheinfelden ist aber auch aus seiner Bürgerschaft heraus entstanden, wie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt betonte.

Das könnte Sie auch interessieren

Deshalb passe es auch, dass die Feierlichkeiten „bottom up und nicht top down“ entstünden – also von der Basis kommend und nicht von oben vorgegeben. Dass dies auch der finanziellen Situation geschuldet ist, daraus machten weder Eberhardt noch Stöcker einen Hehl. Aber: „Not kann auch erfinderisch machen und Kreativität befördern“, so Stöcker.

Das Budget

Wie berichtet, liegt das städtische Budget bei rund 13.000 Euro. 10.000 Euro hat die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden zur Verfügung gestellt, um Bürgerprojekte zu finanzieren. Verwaltet und koordiniert wird dieser Part von der Bürgerstiftung. „Wir freuen uns riesig, dass wir das machen dürfen“, so Cornelia Rösner, die gemeinsam mit Gabi Dolabdjian das Projektmanagement übernehmen wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Dazu wurde ein Antrag erstellt, den die Ideengebenden ausfüllen müssen. Dieser Antrag wurde bewusst einfach gehalten, um niemanden abzuschrecken. Melden kann sich jeder, sei es mit einem Theater-, Tanz-, Sport- oder Musikprojekt, einer Idee für ein Fest oder etwas Kulinarisches. Bis 31. Oktober werden die Vorschläge gesammelt und von einer Jury ausgewertet – und die 10.000 Euro werden von der Sparkasse aufgeteilt.

Das könnte Sie auch interessieren

„Vielleicht kommen auch Vorschläge, die nicht unbedingt unter das Label Bürgerprojekte passen, aber an anderer Stelle aufgegriffen werden können“, schildert Stöcker. Denn gefeiert werden soll das gesamte Jahr über. „Erst am 31. Dezember 2022 wird Bilanz gezogen“, so Eberhardt.

Das könnte Sie auch interessieren

Bereits jetzt „überwältigt“ zeigte sich Gustav Fischer, stellvertretender Vorsitzender des extra gegründeten Fördervereins, vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt. „Wir halten hier zusammen“, so Fischer. Wie viel Spenden bereits eingesammelt wurden, wollte er indes nicht sagen. Laut Eberhardt, der die Zahl „ungefähr kennt“ sei das jetzt bereits beachtlich. Wie diese Mittel konkret eingesetzt werden, sei noch nicht besprochen. Man befinde sich noch in der Entwicklungsphase.

Kulturamtsleiter Dario Rago, der von Juli an die Gesamtleitung fürs Stadtjubiläum von Diana Stöcker übernimmt, verwies am Donnerstag noch auf weitere Fördermöglichkeiten. Um alle offenen Fragen zu klären und umfassend zu informieren, lädt die Stadt zu einer digitalen Informationsveranstaltung ein.