Über den Schilderwald entlang der Wiesentalstraße, die Hauptdurchgangsstraße in Minseln, haben die Ortschaftsräte ihren Unmut in der jüngsten Sitzung kundgetan. Wilhelm Hundorf (SPD) verdeutlichte: „Viele Verkehrsschilder stehen auf dem Gehweg. Das ist sehr gefährlich. Dadurch ist es sehr eng auf den Gehwegen und mit einem Kinderwagen kommt man nicht daran vorbei. Da muss man auf die Straße aufweichen.“

Miriam Dreyer (CDU), die an der Wiesentalstraße wohnt, ist der Schilderwald auch unangenehm aufgefallen: „Vor Kurzem ist ein Bus an einem Schild hängen geblieben beziehungsweise er hat es gestreift. Es ist eng und es sind einfach zu viele Schilder.“ Die Verkehrszeichen stehen teils mitten auf dem Gehweg, zum Beispiel in der Nähe des Restaurants „PiPaBu“. Einigen Ortschaftsräten ist unklar, nach welchen Kriterien die Schilder verteilt sind.

Ortsvorsteherin Eveline Klein sagte: „Es fehlt ja teilweise nur die Markierung für den Radschutzstreifen. Den gibt es nur auf einer Seite der Wiesentalstraße. Dennoch stehen diese Schilder auf beiden Seiten der Straße und sogar in einigen Seitenstraßen, zum Beispiel in der Etzmattenstraße. Das versteht kein Mensch. Es sieht so aus, als wären ohne Sinn und Verstand einfach irgendwo Schilder hingestellt worden. Die meisten erfüllen überhaupt keinen Zweck, sondern stehen als Verkehrshindernisse auf den Gehwegen und an den Straßenrändern herum. Vor allem für Fußgänger, für Rollatoren oder Kinderwagen ist die Situation unzumutbar.“

Die Ortsvorsteherin hat vor einigen Tagen an das Ordnungsamt der Stadt geschrieben. Man wolle sich darum kümmern, habe es geheißen. Verbessert habe sich noch nichts, sagte Klein.

Ein weiteres Ärgernis ist die Tatsache, dass immer wieder Unbekannte auf dem Karsauer Weg Pfosten aus der Erde reißen und diese dann am Straßenrand liegen bleiben. Dazu sagte Paul Renz (CDU): „Mich wundert es, dass die Straßenmeisterei keine Anzeige gegen Unbekannt macht.“

Am 29. Dezember war Stromausfall in Minseln. „20 Minuten lang war der Strom weg und die Routeranlage brauchte längere Zeit, bis es wieder funktionierte“, berichtete Hundorf und fragte: „Was passiert, wenn aus anderen Gründen die Anlagen ausfallen?“ Hundorf kritisierte die mangelnde Information zu dem Stromausfall. „Auch ich habe keine Informationen erhalten“, attestierte Ortsvorsteherin Eveline Klein.