Nach zwei Jahren Durststrecke hat am Donnerstag das 15. Cityfest begonnen, das noch bis einschließlich Sonntag die Innenstadt von Rheinfelden in eine bunte und fröhliche Feiermeile verwandelt. Dabei war erst im April klar, dass es überhaupt stattfinden kann – was Veranstalter Dieter Maier und sein Team von Süma Maier mächtig unter Druck setzte.

In der Regel dauert die Planung dieser mehrtägigen Veranstaltung von Süma und Gewerbeverein acht Monate. Dieses Jahr musste sie Maier in zehn Wochen durchziehen. Das ging nicht spurlos am Team vorüber, auch die eine oder andere Nachtschicht musste eingelegt werden.

Die Küche kann dieses Wochenende kalt bleiben: Neben Deftigem gibt es auf dem Cityfest auch jede Menge Nascherei.
Die Küche kann dieses Wochenende kalt bleiben: Neben Deftigem gibt es auf dem Cityfest auch jede Menge Nascherei. | Bild: Verena Pichler

Wegen der Pandemie sind dieses Jahr rund 20 Aussteller weniger als üblich nach Rheinfelden gekommen. „Einige Schausteller haben sich während der zwei Jahre andere Jobs gesucht. Andere haben andere Aufträge angenommen, weil wir so knapp dran waren“, erläutert Maier. Für die Textil-, Hauswaren- und Spielzeughändler sei es außerdem momentan überaus schwierig, an Ware zu kommen. „Bislang kostete ein Schiffscontainer 3000 Dollar“, erklärte Maier beim Eröffnungsapéro im Rathaus. Nun würden Preise bis zu 12.000 Dollar aufgerufen.

Dosenwerfen wird ebenfalls in der Rheinfelder Innenstadt angeboten.
Dosenwerfen wird ebenfalls in der Rheinfelder Innenstadt angeboten. | Bild: Verena Pichler

Aber Lücken zeigten sich beim Rundgang über das Fest dennoch nicht, bereits kurz nach der Eröffnung am Donnerstagvormittag war die Stadt voll, auch die umliegende Gastronomie fand zur Mittagszeit guten Zuspruch. Den Besuchern ging es wohl wie Frank Sattler vom Gewerbeverein. „Es schmerzt immer noch, dass wir diese Veranstaltung zwei Jahre nicht hatten“, sagte er. Er hoffe für alle Beteiligten auf gute Geschäfte. Denn genau diese Belebung brauche der Einzelhandel, sagte OB Klaus Eberhardt. „Nach diesen zwei Jahren hat er es sich verdient.“ Die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller konstatierte, dass die Menschen sich nun wieder nach Begegnung sehnten.