Rheinfelden – Die Pfarrerin Beatrix Firsching verlässt Rheinfelden. Seit Oktober 2018 stand sie der evangelischen Paulusgemeinde vor und war mit ihrer Familie ins Pfarrhaus gezogen. Die Pfarrerin hat mit ihrer Familie die Entscheidung getroffen ab dem 1. März in die Schweiz zu ziehen. Ihr Mann ist Mathematiker in Zürich. Sie möchte sich dort „ganz meinen vier Kindern widmen“, schreibt sie in einer Mitteilung.

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Mit „einem weinenden Auge“ lasse sie die evangelische Paulusgemeinde zurück. „In den vergangenen drei Jahren konnten wir trotz Corona-Pandemie viel bewegen; neue Gruppen vom Kindes- bis Erwachsenenalter wurden ins Leben gerufen, sowie zahlreiche Projekte angestoßen und ausprobiert. Kooperationen, Liegenschaften und Gottesdienstformate wurden weiterentwickelt und vieles mehr“, blickt Firsching auf ihre Zeit in Rheinfelden zurück. Diese Zeit habe sie bereichert und sie dankt den vielen Menschen, die die Kirchengemeinde mit ihrem Engagement weiterbringen und unterstützen.

Eigentlich wollte sie langfristig in Rheinfelden bleiben

Die Stelle in Rheinfelden trat Firsching direkt nach ihrem zweijährigen Probedienst an. In Rheinfelden war sie als Pfarrerin und Seelsorgerin tätig. Eigentlich wollte sie langfristig in Rheinfelden bleiben – nun haben sich aber die Pläne der Pfarrerin geändert. Die Bonnerin, Jahrgang 1983, absolvierte ein Theologiestudium in Bonn, Heidelberg und Berlin. Firsching, die zehn Jahre lang erfolgreich auf internationalen Bühnen als Konzertpianistin unterwegs war, war die musikalische Zusammenarbeit mit dem Kantor wichtig.

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Mit Joachim Kruse, dem Pfarrer der Christusgemeinde, mit dem sie sich die Christuskirche teilt, gab es in den Jahren, in denen sie in Rheinfelden tätig war enge Absprachen. Nicht nur organisatorische, sondern auch inhaltliche Themen besprachen die beiden Geistlichen intensiv. Denn es gab eine gewisse Schnittmenge von gemeinsamen Veranstaltungen, Aktivitäten, Gruppen und Gottesdiensten. Neben der Christuskirche nutzten beide Glaubensgemeinden gemeinsam den Paulussaal, was ebenfalls Absprachen erforderte.

Pfarrrer bedauert den Weggang

„Es ist bedauerlich und schade für die Gemeinde und die begonnenen Entwicklungen in der Stadt, sowie die Projekte von Frau Firsching“, sagt Joachim Kurse, Pfarrer der Christusgemeinde und Vorsitzender des Kirchengemeinderats. „Es wird eine Phase der Sortierung brauchen“, erklärt Kruse das weitere Vorgehen nach dem Weggang von Beatrix Firsching.

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„Es ist eine Lücke entstanden, weil eine Pfarrperson nicht mehr da ist“, so Kruse. Vor dem Weggang der Pfarrerin werden noch Gottesdienste und der Konfirmandenunterricht gemeinsam organisiert. Auch wenn Joachim Kruse die Hauptansprechperson ist, werde es laut ihm das Engagement von ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern brauchen, um die Aufgaben, die die nun vakante Stelle mit sich bringt, auffangen zu können.

Wann und ob die Stelle von Beatrix Firsching nachbesetzt werden kann laut Pfarrer Kruse bisher noch nicht abgeschätzt werden. Die evangelische Landeskirche verfolgt laut Kruse eine Neuausrichtung der personellen Aufstellung. „Es wird zunächst eine Gesamtbetrachtung der pfarrämtlichen Arbeit geben müssen“, so Kruse. Erst anschließend werde man sehen können, in welches Form die Stelle nachbesetzt werden kann. Das aber, so Kruse, sei keine Angelegenheit von einigen Wochen oder Monaten.