Die kirchliche Sozialstation Rheinfelden arbeitet auch mit den Corona-Einschränkungen zuverlässig und sicher. Das war die Kernaussage bei der Regionalversammlung der Caritas Sozialisationen am Hochrhein im Karsauer Pfarrzentrum. „Sowohl zwischen den Mitarbeiterinnen als auch zu unseren Patienten entwickelte sich ein viel stärkeres Miteinander“, beschrieb Rolf Steinegger die Situation. Der Geschäftsführer der Caritas Sozialstationen nannte etliche Beispiele.

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„Insgesamt förderte Corona die Besinnung füreinander“, stellte Steinegger fest und nannte als Beispiel, dass Außenstehende aus eigener Initiative Mund-Nasen-Schutzmasken für die Sozialstation nähten. Leider habe die Sozialstation in Rheinfelden im Lockdown nicht alle Leistungen fortsetzen können, so entfiel die Tagespflege. Die zumeist älteren Patienten waren aus ihrem gewohnten Tagesablauf herausgerissen, plötzlich den gesamten Tag zu Hause. Das sei auch nicht einfach für die Angehörigen gewesen. Deshalb gab es viele Telefonate zur Beratung oder zur Kontaktpflege. Zur Rheinfelder Sozialstation hielt Steinegger fest, dass sie nur durch Unterstützung aus der Öffentlichkeit so stabil arbeiten könne. Jene, die solche Unterstützung nicht fänden, das seien häufig private Dienstleister, könnten dies wirtschaftlich oft nicht durchstehen.

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Im Rückblick auf 2019 bewertete Stephanie Grün, Leiterin der Sozialstation Rheinfelden, wirtschaftliche Eckwerte. Im Durchschnitt waren 48 Mitarbeiterinnen beschäftigt, zwei mehr als im Jahr zuvor. Sie versorgten 508 Personen mit sozialen Dienstleistungen, so kamen 95.242 Hausbesuche zusammen, deutlich mehr als 2018. Um die Patienten in ihren Wohnungen zu erreichen, legten die Mitarbeiterinnen mit ihren Fahrzeugen mehr als 167.000 Kilometer zurück, eine Steigerung um mehr als 50 Prozent. Dazu passte die Information Steineggers, dass die Kirchlichen Sozialstationen Hochrhein in absehbarer Zeit auf Elektrofahrzeuge umstellen.

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Derzeit erhalten drei Jugendliche ihre Ausbildung in der Rheinfelder Station, als Besonderheit wurde die praktische Ausbildung in Kleingruppen hervorgehoben, bei der bis zu vier Lernende in einer Gruppe arbeiten. Erstmals erreichte die Sozialstation im Vorjahr ein positives wirtschaftliches Ergebnis, zwar ist es mit etwas mehr als 1400 Euro nicht hoch, doch war dies nur dank der Spenden und Zuschüsse möglich.

Dankeschön

Bürgermeisterin Diana Stöcker dankte der Einrichtung im Namen von Stadtverwaltung und Gemeinderat für die Leistungen bei der Versorgung pflege- und hilfsbedürftiger Einwohner. Die Sozialstationen am Hochrhein betreiben unter dem Namen Young Care die Versorgung schwerst erkrankter Kinder und Jugendlicher. 18 speziell ausgebildete Fachkräfte leisteten im Vorjahr bei neun Patienten Intensivpflege.

Zum Thema gesetzliche Pflegeversicherung merkte Steinegger an, dass nach 25 Jahren Anpassungen nötig seien. Er unterstütze den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Kostenbeschränkung und Entlastung für die Patienten.

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