Die Baugenossenschaft Rheinfelden-Wehr ist größer geworden, zumindest was die Anzahl der Wohnungen betrifft. Im vorigen Jahr wurde der Neubau in der Emil-Frey-Straße vollständig bezogen. Zur Hauptversammlung teilte der geschäftsführende Vorstand Michael Kukla mit, dass dies auf absehbare Zeit der letzte Neubau war. „Jetzt setzen wir wieder den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Instandhaltung und Modernisierung unseres Wohnungsbestandes“, erklärte er.

Der Bestand

„Ein Großteil unserer Wohnungen stammt aus den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.“ So wird es in der Josefstraße Sanierungen geben, vorwiegend bei Heizungen und Installationen. Gleiches trifft für die Häuser Zähringerstraße 9 bis 13 zu. Neben der Erneuerung von Fenstern und Türen sind dort die Isolierung von Dachgeschoss und Kellerdecken sowie der Anschluss ans Nahwärmenetz vorgesehen. Nahwärme soll auch ins Haus Blumenweg 1 geliefert werden. Das benachbarte Gebäude Blumenweg 3 ist bereits an das neue Nahwärmenetz der Stadt angeschlossen worden.

Nahwärme

Das Potenzial der Nähwärmeversorgung sei zukunftsträchtig und viele Gebäude der Baugenossenschaft könnten angeschlossen werden, lobte Kukla. Die Genossenschaft werde noch mehrere Häuser anschließen, das sei eine für alle Beteiligten günstige Konstellation, vorhandene Energie sinnvoll zu nutzen.

Finanzen

Wirtschaftlich steht die Baugenossenschaft auf stabilen Füßen. Durch den Neubau erhöhte sich das Anlagevermögen auf rund 12,7 Millionen Euro, allerdings wuchsen auch die Verbindlichkeiten auf 10,1 Millionen Euro an. Dennoch wurde im Vorjahr ein Gewinn von 437.000 Euro erreicht. Dazu trugen Sparmaßnahmen bei, so lässt die Genossenschaft einfache Arbeiten wie Rasen mähen nicht mehr von Fachfirmen ausführen. Das kaum noch genutzte Büro in Wehr wurde aufgegeben. Dort gehören der Genossenschaft 41 Wohnungen, die Masse von 221 Wohnungen befindet sich in Rheinfelden.

Mitglieder

Gewachsen ist auch die Mitgliederzahl, 643 Personen gehören der Genossenschaft jetzt an. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig, 11.300 Euro als Dividende auszuzahlen, größere Teile des Erlöses gehen in die Rücklagen, was zur weiteren Stabilisierung beiträgt. Abschließend befasste sich die Versammlung mit Neuformulierungen in der Satzung. Darin wird das grundlegende Ziel der Versorgung mit guten, sicheren und sozial verantwortbaren Wohnungen deutlicher als bisher zugesichert. Andere Änderungen dienten dazu, um die Klarheit der Festlegung zu präzisieren, für Aufsichtsratsmitglieder wurde das letztmalige Wahlalter von 70 auf 75 Jahre erhöht.