Die kirchliche Sozialstation leistet wichtige Arbeit in der Stadt. Das ging aus den Berichten der Geschäftsbereichsleiter Stephanie Grün und Peter Schwander hervor, die diese den Mitgliedern des Sozialausschusses am Dienstag vorstellten. Im zurückliegenden Jahr und im schwierigen Corona-Jahr 2020 wurden keine Patienten abgelehnt oder auf Wartelisten gesetzt. Mehr als 85 Prozent aller Hausbesuche werden in Rheinfelden von der Sozialstation gemacht.

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Mit sozialem Engagement, Kompetenz und Erfahrung sowie ständiger Weiterentwicklung der ambulanten pflegerischen Versorgung leiste die Sozialstation einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherung einer hohen Lebensqualität für hilfesuchende Menschen in der Stadt, so Bürgermeisterin Diana Stöcker.

Die Geschäftsführung ist 2019/2020 mit der Bitte auf die Stadt zugekommen, den Beitrag entsprechend dem gestiegenen Versorgungsvolumen nach zwölf Jahren erstmals anzupassen. Aufgrund der nicht vorhersehbaren, durch die Corona-Krise ausgelösten finanziellen Situation der Stadt, empfiehlt das Amt für Familie, Jugend und Senioren für das Jahr 2020 an den bisherigen Beiträgen festzuhalten.

Verhandlungen laufen

In dem Bericht der Geschäftsbereichsleiter wurde deutlich, dass Kostensteigerungen in den Bereichen Personal 31 Prozent (tarifliche Lohnsteigerungen) und Sachkosten um 15 Prozent stattgefunden haben, dagegen stehen Ertragssteigerungen bei der Pflegekasse um 49 Prozent und um 29 Prozent bei den Krankenkassen. Dazu Schwander: „49 Prozent bräuchten wir auch von den Krankenkassen“. Aktuell laufen Verhandlungen.

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In den vergangenen Jahren gab es bei der wirtschaftlichen Entwicklung deutliche Defizite, diese konnten 2017/2018 etwas ausgeglichen werden. „Wir werden wahrscheinlich 2019 mit einer schwarzen Null beenden können“, so Schwander. Er weiß, dass die Sozialstation wegen der aktuellen Krise eine hohe Wertschätzung erfährt. „Wir wollen eine neue Kampagne starten. Wir wollen nicht nur beklatscht werden und eine Prämie erhalten, wir wollen eine nachhaltige Wertschätzung. Wir wollen gute Rahmenbedingungen.“

Tagespflege trifft es am Härtesten

Zur besonderen Situation durch das Coronavirus berichtete Stephanie Grün, dass die Mitarbeiter der Sozialstation in all jene Haushalte gegangen sind, die es wollten. Die Tagespflege hat es am härtesten getroffen, alle 24 Plätze mussten geschlossen werden, seit dem 1. Juni war ein geschützter Betrieb mit sechs Gästen möglich, seit dem 1. Juli mit 13 Gästen.

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Der Bereich „Essen auf Rädern“ hingegen ist deutlich ist gewachsen. Große Unterstützung hat die Sozialstation von der Stadt und hiesigen Unternehmen bei der Suche nach Schutzausrüstung erfahren. Auch habe man sehr engagierte Mitarbeiter. Auch aus diesem Grund steht ab jetzt ein neuer Schriftzug mit dem Slogan „Gemeinschaftsrelevant“ auf den Autos und Flyern der Sozialstation Hochrhein.

Die Vertreter der Fraktionen wie auch Bürgermeisterin Stöcker sprachen der Sozialstation abschließend einen großen Dank aus.