Das Büro ist ausgeräumt, die Mitarbeiter verabschiedet: Diana Stöcker hat das Rathaus in Rheinfelden verlassen. Nach sechs Jahren als Bürgermeisterin ist die 51-Jährige für die CDU in den Bundestag eingezogen. Im Gemeinderat wurde sie nun verabschiedet. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bezeichnete sie als umtriebige Powerfrau und geschickte Netzwerkerin mit starker eigener Meinung.

In seiner Laudatio konnte Eberhardt nur die wichtigsten Eckpunkte ihrer Arbeit benennen. In Stöckers Ressort sei gleich zu Beginn die Neuausrichtung des Amts 50 gefallen, samt Umzug ins Alte Rathaus. Auch die Gründung der Stabstelle für Integration fiel in den Beginn der Amtszeit – samt der großen Flüchtlingswelle 2015. Die Aufnahme von Geflüchteten und deren Unterbringung sei Tagesgeschäft gewesen.

Auch das Kulturamt fiel in Stöckers Ressort; Eberhardt erinnerte etwa an die Neukonzeption des Schauraums. Aufgrund immer wieder auftretender Personalprobleme habe sich Stöcker nie gescheut, auch Sachbearbeitung zu übernehmen. Dass die Christdemokratin während ihrer Amtszeit auch politisch auf sich aufmerksam machen konnte, führte Eberhardt auf ihre Kommunikationsfähigkeit und das breite Netzwerk zurück, das sie sich aufbaute. Auch im Wahlkampf habe sie sich ideenreich und „mit viel Fleiß“ gezeigt. Eberhardt bedankte sich für die „inspirierende“ Zusammenarbeit.

Inspirierend war denn auch Diana Stöckers Abschied als Bürgermeisterin: Die leidenschaftliche Fotografin ließ in einem achtminütigen Film ihre Jahre Revue passieren und führte nochmals die Themenfülle vor Augen, mit der sie sich beschäftigt hatte. Stöcker bedankte sich beim Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit. Dieser wiederum brachte den Wunsch zum Ausdruck „dass du einen Koffer in Rheinfelden lässt“ (Anette Lohmann) und Stöcker auch im fernen Berlin der Region weiter verbunden bleibe.