Hunderte Besucher hat es zum Kita-Tag ins Tutti Kiesi gezogen, wo es Spiel- und Spaßangebote sowie Aufführungen gab. Zudem wurde für den Erzieherberuf geworben, denn die Rheinfelder Kitas leiden stark unter Personalmangel. Die Besucher freuten sich vor allem darüber, dass nach der langen Corona-Pause wieder zusammen gefeiert werden konnte.

Die Kinder konnten nach Herzenslust auch basteln, formen und kneten.
Die Kinder konnten nach Herzenslust auch basteln, formen und kneten. | Bild: Horatio Gollin

Mit dem Lied „Wir sind Kinder“ eröffneten die Kinder aller Rheinfelder Kindertageseinrichtungen den Tag auf dem Tutti-Kiesi-Gelände. Nach Schätzung von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt drängten sich 1000 Zuschauer zur Eröffnung unter dem Dach des Vacono-Domes. Unzählige Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern tummelten sich und eilten von Stand zu Stand. Kleine und größere Kinder waren von der Rollenrutschbahn begeistert, bemalten Turnbeutel und stellten Buttons her oder versuchten, einen Hindernisparcours mit einem Tret-Gabelstapler zu meistern.

Das Angebot

Zwölf Stände mit Spiel- und Spaßangeboten wurden von Fördervereinen oder Elternbeiräten von Rheinfelder Kitas, dem Gesamtelternbeirat der Kitas, Fasnachtscliquen, dem Familienzentrum, dem Bündnis für Familie und dem Jugendreferat betreut. An Ständen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten, des Instituts für Bildung und Management und der sozialpädagogischen Fachhochschule Mathilde-Planck-Schule gab es Informationen zum Erzieher-Beruf. Julian Wiedmann von Verdi berichtete, dass Besucher am Stand waren. Allerdings war in den ersten Feststunden noch niemand gekommen, der sich für die Ausbildung interessierte.

Mit dem Tret-Stapler im Parcours
Mit dem Tret-Stapler im Parcours | Bild: Horatio Gollin

Zur Planung hatte sich die Projektgruppe mit Vertretern der kommunalen, evangelischen und katholischen Kitas, des Familienzentrums und des Gesamtelternbeirats im Juni 2021 getroffen. Neben den Aktivitäten, bei denen die Kinder auch Stempel sammeln konnten, um Gewinne zu ergattern, gab es ein Programm im Vacono-Dome mit Kindertanzen, Liedbeiträgen und Tanzaufführungen von Kindern Für Musik sorgten die Musikschule Rheinfelden und die Latscharis. Die Besucher konnten auch mit der Latschari-Bahn fahren, das Familienbündnis hatte zum Talk in der Rikscha eingeladen.

Die Bilanz

Aus Sicht von Roger Leisinger vom Gesamtelternbeirat war das Fest gelungen. Er begrüßte, dass sich alle Kitas einbrachten. Er glaubte aber nicht daran, dass das Fest trotz aller Information beim aktuellen Fachkräftemangel Abhilfe schaffen werde. „Die Leute waren durstig nach einem Fest. Es ist ein Familienfest im Rahmen des Stadtjubiläums“, sagte Simone Fuchs, Abteilungsleiterin für frühkindliche Bildung und Betreuung bei der Stadt. Sie hält die Information über den Erzieherberuf und den Fachkräftemangel für wichtig, um das Thema in den gesellschaftlichen Fokus rücken. Fuchs konnte sich schon zu Festbeginn mit einer interessierten Quereinsteigerin unterhalten.

„Das Fest gefällt mir gut. Es fehlen nur Bäume, die Schatten spenden“, meinte eine Besucherin, die mit ihrer Enkelin die Ausstellung zur Geschichte der Kitas im Jugendhaus anschaute. „So viele Leute ist man gar nicht mehr gewohnt.“ Eine Karsauerin lobte das Fest: „Endlich wieder etwas für die Kinder nach der langen Zeit.“ Eine Rheinfelderin, die mit ihren beiden Enkeln das Fest besuchte, fand es auch sehr gelungen: „Es ist schön, dass die Corona-Zeit vorbei ist und man wieder zusammen singen und tanzen und Aufführungen besuchen kann.“ Schon im Vorfeld des Kita-Tags konnten Laufzettel für die Stadtrallye heruntergeladen werden. Mit der Auslosung der drei Hauptgewinne endete der Kita-Tag.