Die Umgestaltung des Rathausplatzes in Rheinfelden-Herten nimmt allmählich konkrete Formen an – zumindest was die Planung angeht. In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats erläuterten Landschaftsarchitekt Roland Senger und Patrick Pauli von der Stadtplanungs- und Umweltabteilung ihre neuesten Überlegungen für die Umgestaltung des Rathausplatzes in Herten.

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Danach werden Parkplätze an der Rabenfels- und an der Hauptstraße angeordnet. Ein erweiterter Einfahrtradius und eine Schranke sollen der Feuerwehr die Zufahrt erleichtern und auch vor unerlaubtem Parken schützen. Besonders soll dabei auch auf die Belange von Menschen mit Behinderung Rücksicht genommen werden.

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Der Rathausplatz soll indes an seinen Rändern von einer mit grobem Blattwerk überwachsenen Pergola überdacht werden, während im Innenbereich eine Rasenfläche mit Bäumen und im südlichen Teil des Platzes ein begehbarer Brunnen mit steuerbaren Wasserfontänen zum Verweilen einladen sollen. Landschaftsarchitekt Roland Senger machte darauf aufmerksam, dass der Brunnen im südlichen Bereich in Stufenlage aus dem Gelände heraus entstehen solle und mit einer Sitzbank versehen werde, weil das Geländeprofil aus Richtung Rabenfelsstraße abfällt. Daraus habe sich eine optimale Geländemodellierung erreichen lassen, sagte Senger. Das Gelände senke sich somit in Richtung Hauptstraße und steige in Richtung Kirche leicht an.

Parkplätze hinter Hecken

Eine umweltgerechte Beleuchtung in der Pergola und auf dem gesamten Rathausplatz und seniorengerechte Sitzbänke sollen den Platz zum neuen Mittelpunkt in Herten werden lassen. Die Parkplätze würden durch kleinere Hecken vom eigentlichen Platz abgeschirmt, während erstmals im Landkreis Lörrach Unterflur-Glascontainer im Bereich des umgestalteten Rathausplatzes aufgestellt werden sollen.

Bücherschrank und Bäume

Im südöstlichen Bereich sollen ein öffentlicher Bücherschrank mit einer Leseecke sowie Fahrradabstellplätze entstehen. In Bezug auf den Baumbestand teilte Ortsvorsteher Frank-Michael Littwin mit, die Sängerlinde und eine weitere stattliche Linde würden erhalten bleiben, während die übrigen Bäume, die teilweise marode seien, entfernt werden müssten und durch Neuanpflanzungen ersetzt würden.

Lob

Voll des Lobes zeigten sich die Ortschaftsräte über die Planungen, vor allem Landschaftsarchitekt Roland Senger erntete viel Anerkennung für seine Überlegungen. Nico Kiefer (SPD) sprach sich indes dafür aus, man solle auch berücksichtigen, dass der neu gestaltete Rathausplatz auch Raum für Festivitäten wie das Dorffest bieten müsse. Stadtplaner Patrick Pauli teilte mit, dass man nun in die Detailplanungen für den Rathausplatz einsteigen werde, die dann nochmals öffentlich vorgestellt werde. Mit einer Realisierung könne jedoch erst nach der Sanierung des Kanalnetzes gerechnet werden. Zum „Hertener Herbst im Jahr 2023“ hoffen jedoch alle, dass die Umgestaltung abgeschlossen sein wird. Dann soll der neugestaltete Rathausplatz bereits im Mittelpunkt des Festes stehen.