Die Scheffelhalle in Herten soll durch einen Neubau ersetzt werden. Nach der Vorstellung von vier Planungsvarianten hat sich der Ortschaftsrat Herten in der jüngsten Sitzung für eine bereits von Verwaltung und Vereinen favorisierte Variante ausgesprochen. Die Kostenschätzung beträgt 6,6 Millionen Euro.

Vereine wollen Variante 3

Das Thema Scheffelhalle stößt auf großes Interesse in Herten. Fast 60 Besucher waren zur jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates in der Scheffelhalle gekommen. Zahlreich waren Mitglieder des Turn- und Sportvereins (TuS) Freiheit Herten und des Musikvereins Herten erschienen. Zu Sitzungsbeginn meldete sich TuS-Vorsitzender Jean-­Pierre Roschmann und erklärte, dass der Verein eine Beschlussfassung des Ortschaftsrates zur Weiterentwicklung der Scheffelhalle begrüße und der Vereinsvorstand sich für die Variante 3 ausspreche. Er appellierte dafür, diesen Impuls aus der Bevölkerung bei der Entscheidung aufzunehmen.

Das städtische Gebäudemanagement hatte im August 2018 ein Architekturbüro mit der Erstellung von Planungsvarianten für die Weiterentwicklung der Scheffelhalle beauftragt. Nach Ermittlung des Raumbedarfs der Nutzer der Scheffelhalle war deutlich geworden, dass die Halle in der jetzigen Form den Raumbedarf nicht abdeckt. Ulrike Maunz vom Architekturbüro Knöpfel stellte im Ortschaftsrat die vier Planungsvarianten vor.

  • Variante I: In der ersten Variante werden der Musikverein und der Gesangverein Eintracht ausgelagert und in der alten Schule Vereinsräume eingerichtet. Durch den Umbau der Halle wird der Gymnastikraum größer, allerdings müssen die Umkleidekabinen im Untergeschoss künstlich belüftet werden. Zwischen Halle und Schule muss ein Höhenunterschied von einem Meter ausgeglichen werden, um Barrierefreiheit herzustellen. Schulische Nachmittagsbetreuung und Vereinsnutzung wären nicht getrennt.
  • Variante II: Die zweite Variante sieht vor, dass alle Vereine in der Halle bleiben. Zusätzlicher Platz wird durch die Schaffung von Räumen für die Nachmittagsbetreuung im Übergang zwischen Schule und Halle gewonnen. Die Kostenschätzungen für die beiden Varianten belaufen sich auf 6,55 und 6,75 Millionen Euro.
  • Variante III: Die dritte Variante sieht einen Neubau am jetzigen Standort vor. Die Kostenschätzung mit 6,6 Millionen Euro liegt in gleicher Höhe wie bei den Umbauvarianten. Der Hallenzugang liegt an der Steinenstraße, wo auch die Einrichtung von einem Gehweg und Parkplätzen möglich ist. Die Nebenräume sind von der Halle und dem ins Erdgeschoss verlagerten Gymnastikraum getrennt. Die Schule ist durch einen zwischen Sporthalle und Gymnastikraum verlaufenden Gang erreichbar. Die Barrierefreiheit ist gegeben. Im Untergeschoss sind drei Vereinsräume sowie ein Raum für die Nachmittagsbetreuung geplant. Durch die Anlage von Tiefhöfen können alle Räume natürlich belüftet und beleuchtet werden.
  • Variante IV: Die vierte Variante stellte sich als die teuerste Variante mit Kosten von acht Millionen Euro dar. Der Neubau wäre um 90 Grad gedreht und weiter nach Westen auf bislang unbebautes Gelände verlagert. Die Vereine wären vom Schulbetrieb komplett getrennt und ein zusätzlicher Kulturraum würde geschaffen.

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