Seit mehr als einem Jahr hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem und bringt besonders medizinisches Personal an seine Grenzen. Das ist auch im Rheinfelder Kreiskrankenhaus nicht anders. Der Förderverein mit Friedrich Hauß an der Spitze überreichte nun dem Pflegepersonal Rheinfelder „Löwenstark Gutscheine“ sowie einen Rollstuhl für die Geriatrie.

„Wir hoffen, dass diese Gutscheine den Gruppenzusammenhalt stärken in den Überlegungen, was man sich für die Aufhellung des Alltags anschaffen möchte.“ Gleichzeitig habe man auch an den Einzelhandel in Rheinfelden gedacht, der mit den Gutscheinen ebenfalls gestärkt werde. Finanziert wurden die Geschenke aus Spenden an den Förderverein.

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„Wir wollen die Mitarbeiter mit den Spendengeldern unserer vielen Mitglieder unterstützen. Es ist eine Anerkennung für den hohen Einsatz seit über einem Jahr. Es ist für das Aushalten der erschwerten Tätigkeit immer mit Maske und zum Teil mit Schutzkleidung, und dann immer mit einer hohen Eigengefährdung. Danke an alle im Namen des Fördervereins und damit im Namen der Bevölkerung in Rheinfelden“, machte Hauß deutlich.

Auch OB lobt den Einsatz

OB Klaus Eberhardt war auch voll des Lobes auf die Mitarbeiter, den Förderverein und das Krankenhaus. „Wenn Rheinfelden an etwas hängt, dann an dem Teil da unten und dem da oben.“ Damit meinte er das Wohnheim, über das er aber bei dem Termin nicht sprechen wollte, und das Krankenhaus, das im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung erfuhr. „Man hat wieder Zukunft in dieses Haus eingehaucht. Man hat Wort gehalten und die Grundversorgung gestärkt.“ Eberhardt betonte, dass im Rheinfelder Kreiskrankenhaus trotz der Virus-Lage auf hohem Niveau weitergearbeitet wird. „Starke Truppe, starke Stadt“, attestierte denn auch Chefarzt Udo Schwehr.

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Ein Teil dieser Truppe ist Krankenschwester Anita Gerwig. „Es ist schwer mit anzusehen, wenn ältere Patienten keinen Besucher empfangen dürfen, dass sie so einsam sind. Keine Angehörigen, keine Grünen Damen, niemand darf kommen. Das Pflegepersonal kommt dann an die Grenze, für die soziale Zuwendung bleibt wenig Zeit. Es tut mir weh, es macht traurig, das so zu erleben.“

Auch Physiotherapeut Jens Härtel spürt die Auswirkungen der Pandemie; so darf er keine Gruppentherapien anbieten und bei Patientenkontakt ist die Maske vorgeschrieben.

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Krankenschwester Elisabeth Kuny zeigt sich dennoch optimistisch. „Wir sind alle engagiert und voller Freude bei der Arbeit, trotz Pandemie kriegen wir das hin. Einen ganzen Arbeitstag eine Maske zu tragen, ist das A und O, aber es ist eine Herausforderung, ich freue mich, wenn alles wieder normale Züge annimmt.“