Neben dem städtischen Kernhaushalt hat sich der Hauptausschuss am Montag auch mit den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe Abwasserbeseitigung sowie den Stadtwerken mit den Sparten Wasser und Wärme beschäftigt. Der Ausschuss empfiehlt dem Gemeinderat die Zustimmung – Nachfragen gab es von Mitgliedern dennoch, insbesondere beim Thema Nahwärme.

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„Wir haben hohe Investitionen bei moderaten Erlösen“, schickte Geschäftsführer Daniel Weiß der Diskussion voraus. Denn noch befindet sich das Rheinfelder Nahwärmenetz in Aufbau. Im ersten Quartal, so der Plan, wird das Netz in der Innenstadt weiter ausgebaut, einmal Richtung Werderstraße und einmal Richtung Seidenweberareal. 2020 haben die Stadtwerke mehr als 40 Hausanschlüsse realisiert, angeschlossen sind sie jedoch noch nicht. „Wir sind erst im Aufbau und mussten in Vorleistung gehen“, erklärte Weiß. 2021 werde die Sparte mit einem Minus von 30.000 Euro abschließen.

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Zum Start der Heizperiode 2021/2022 soll dann die Einspeisung der Abwärme der Evonik ins Netz erfolgen. Dafür sind Investitionen in Höhe von 930.000 Euro vorgesehen, 3,2 Millionen Euro fließen in den weiteren Netzausbau. „Wir gehen davon aus, dass wir aus verschiedenen Quellen Zuschüsse in Höhe von einer Million Euro generieren werden“, so Weiß. Die weiteren Investitionen werden über eine Kreditaufnahme in Höhe von 3,2 Millionen Euro gestemmt. Damit steigt der Schuldenstand auf rund 10,7 Millionen Euro.

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Gustav Fischer (SPD) fragte angesichts des Ergebnisses , „wie wir da Zins und Tilgung stemmen wollen?“ Zudem sei der Gemeinderat davon ausgegangen, dass die Stadt die Abwärme umsonst von der Evonik beziehe. Dies sei auch der Fall, so Weiß, aber: „Die Anlage zur Abnahme müssen wir bezahlen.“ Hinzu kämen laufende Kosten, wie Strom für die Pumpen oder Versicherungen. Rechnen würde es sich dennoch. „Rechnerisch liegen wir da bei 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Bei Gas zahlen wir doppelt so viel.“ Den Kredit habe man mit einer Null-Prozent-Finanzierung abschließen können.

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Heiner Lohmann (Grüne) hakte nach, warum erst 2021 Kosten für ein Zwischenlager für belasteten Erdaushub in Höhe von 250.000 Euro anfallen. „Wie haben Sie das denn vorher gehändelt?“, wollte Lohmann wissen. Laut Bauamtschef Tobias Obert habe man bisher kaum belastetes Material vorgefunden. „Das stark belastete wurde direkt abgefahren.“