Erst seit acht Monaten trainiert Magnus Penninggers im Ruderclub Rheinfelden. Beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen in Bremen holte der 14-jährige Wyhlener gleich zwei Medaillen. Über 3000 Meter war er im Einer der Schnellste. Der Ruderclub Rheinfelden weist eine gute Leistungsbilanz im sportlichen Bereich auf. Mehrere Leistungsträger hat der Verein schon hervorgebracht.

Magnus Penninggers
Magnus Penninggers | Bild: Horatio Gollin

Wenn man in die Jubiläumsbroschüre zum 100-jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 2021 schaut, findet man dort eine dreiseitige Liste mit Namen. Jugendmeister, Landesmeister, Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister ab dem Jahr 1972 werden dort aufgeführt. Der Name Magnus Penninggers fehlt allerdings noch in dieser Liste. Was auch daran liegt, dass der 14-Jährige aus Wyhlen erst vor Kurzem zum Ruderclub in Rheinfelden gestoßen ist. Nach nur acht Monaten im Verein feierte er allerdings schon seinen ersten Erfolg im Rudersport.

Beim 53. Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen in Bremen wurde Magnus im Einer Erster auf der Langstrecke über 3000 Meter. Die Qualifikation für das Finale am Sonntag kam für Magnus überraschend, da er beim Vorlauf am Freitag noch den Eindruck hatte, dass es nicht sein bestes Rennen war. „Aber es hat gereicht“, stellte Magnus am Freitagabend bei der Bekanntgabe der Ergebnisse fest. Beim Finale lief es trotz Wind und Wellen auf dem Werdersee besser, und Magnus legte die 3000 Meter in 13:13,88 Minuten zurück. Damit war er rund 19 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte. Am Ende bekam er dafür die Goldmedaille und eine Silbermedaille, da er außerdem auch Zweiter auf der Kurzstrecke über 1000 Meter geworden war.

Wie es dazu kam, dass er sich gegen 24 Alterskameraden durchsetzen konnte, kann er sich nicht erklären. „Das war tatsächlich meine allererste Regatta“, sagt Magnus. Sportlich wirkt der Jugendliche jedenfalls. Bis Mai hat er in Inzlingen im Verein Fußball gespielt. Zum Ende der Fußballsaison hat er aber aufgehört, da er sich seit Dezember vergangenen Jahres auf das Rudern konzentrieren will. In seiner Freizeit kickt er noch mit Freunden und fährt dazu auch Mountainbike. Zum Rudern gebracht haben ihn seine 16-jährige Schwester, die schon seit ein paar Jahren beim Ruderclub Rheinfelden ist, und sein Vater, der früher auch im Verein gerudert ist. Die Beiden hatten ihn gefragt, ob er nicht einmal mitkommen will, und die Begeisterung der Beiden hat Magnus angesteckt.

Im Training legen sie etwa 15 Kilometer zurück, schätzt Magnus. Meist geht es vom in Warmbach gelegenen Vereinsheim zum Wasserkraftwerk nach Wyhlen und wieder zurück. Das Rudern empfindet Magnus einerseits als entspannend. Andererseits nervt es ihn, wenn er die vom Trainer gemachten Anweisungen nicht gleich richtig umsetzen kann. „Zum Beispiel, wenn der Trainer sagt, ich soll die Blätter früher aufdrehen, um sie besser ins Wasser zu bekommen, und es klappt einfach nicht“, erklärt Magnus. Der Rudersport stellt Ansprüche an Kraft und Ausdauer. „Das kommt ganz auf die Belastung an“, erklärt Magnus. Um lange Strecken zurückzulegen, brauche es Ausdauer, während bei einem 350-Meter-Sprint vor allem Kraft gefragt sei.