• Die Serie: Viele Fragen haben sich Eltern nach Bekanntgabe der Schul- und Kita-Schließung gestellt. Nicht zuletzt steht aber sicher auch die Frage: „Wie beschäftige ich meine Kinder jetzt fünf Wochen lang zu Hause?“ im Raum, denn kaum etwas ist so schlimm wie unausgelastete kleine Kinder. Deshalb stellt unsere Mitarbeiterin Leony Stabla in einer Reihe vor, wie sie ihre beiden Söhne während dieser Zeit beschäftigt.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Unser nächstes Projekt zieht sich über mehrere Tage, denn wir möchten beobachten, was beim Keimen einer Bohne passiert. Dies beansprucht jeden Tag nicht viel Zeit, erweckt aber große Vorfreude. Wir verwenden dazu Puffbohnen, es geht aber auch mit jeder anderen Sorte. Außerdem brauchen wir leere, möglichst hohe Gläser, Schwammtücher, Wasser, Tetra-Packs, Acrylfarbe und Erde.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Einweichen: Zuerst müssen wir die Bohnen über Nacht einweichen, dies sollte mindestens zwölf und höchstens 24 Stunden lang geschehen. Am nächsten Morgen sind die Bohnen plötzlich prall und dick. Sie haben sich mit Wasser vollgesaugt.
  • Einlegen: Jetzt haben wir die Gläser genommen, schön sauber geputzt und in jedes aufrecht ein halbes, in Wasser getränktes Schwammtuch gestellt und am Glas festgedrückt. Die Bohnen haben wir zwischen das Glas und das Schwammtuch geschoben, die Gläser etwa einen Zentimeter mit Wasser gefüllt und an einen hellen Ort gestellt. Jeden Morgen haben wir geschaut, was sich verändert hat und ob noch genug Wasser in den Gläsern ist. Nach und nach sind aus den Bohnen Wurzeln gewachsen später auch die ersten kleinen grünen Blätter. Nach etwa einer Woche können die Bohnen, die es geschafft haben zu keimen, aus den Gläsern genommen werden. Einige sind leider verschimmelt, vermutlich haben wir es etwas zu gut gemeint mit dem Gießen.
Wir beobachten Bohnen beim keimen, basteln ein Pflanzgefäß und pflanzen sie ein.
Wir beobachten Bohnen beim keimen, basteln ein Pflanzgefäß und pflanzen sie ein. | Bild: Leony Stabla
  • Eintopfen: Ein neues zu Hause für die Bohnen muss her. Hierzu haben wir zwei Tetra-Packs genommen ausgewaschen und auf einer Längsseite aufgeschnitten. Dann durften Jakob und Jonas sie nach Herzenslust mit Acrylfarbe bemalen und mit Stickern verzieren. Danach füllt man Erde in die Gefäße. Hierbei ist wichtig, zu entscheiden, ob die Bohnen später auch gegessen werden sollen, denn dann sollte man unbedingt eine Gemüseerde wählen, wenn nicht, tut es auch einfache Blumenerde. Pro Tetra-Pack haben wir drei Bohnen eingepflanzt und sie angegossen. Hoffentlich strecken bald die ersten Pflanzen ihre Köpfe aus dem Boden, meine Kinder warten sehnsüchtig darauf. Dann werden wir ein Rankgitter aus Stöcken, die wir bei unserem letzten Spaziergang gesammelt haben, für sie bauen.