Beim grenzüberschreitenden Rheinschwimmen in Rheinfelden ist mit 175 Schwimmern ein neuer Teilnehmerrekord worden. „Es freut uns, dass das Rheinschwimmen so gut angenommen wird“, sagte Dieter Wild und Dieter Frei von der Sportkommission Rheinfelden/Schweiz meinte: „Es ist sehr erfreulich, dass so viele Leute gekommen sind und der Anlass so beliebt ist.“ Wegen der Corona-Pandemie war das Rheinschwimmen 2020 ausgefallen und vergangenes Jahr konnte der Anlass wegen des Hochwassers nicht stattfinden.

Badekleidung von anno dazumal.
Badekleidung von anno dazumal. | Bild: Horatio Gollin

Einen regelrechten Ansturm auf den Fluss gab es beim Startsignal von Dieter Wild, dem Vorsitzenden des Stadtsportausschusses. Vom Inseli an der alten Rheinbrücke rannten einige Teilnehmer ins Wasser, andere gingen es langsamer an. Auf dem Inseli hatten die Menschen noch dicht gedrängt gestanden, doch im Wasser zog sich das Feld schnell auseinander.

Die Strecke

In der Strömung zogen die ersten Schwimmer schon an der Spitze des Inselis vorbei, um sich mit der Strömung zum etwa 1,4 Kilometer weit entfernten Ruderclub in Warmbach treiben zu lassen, während die vorsichtigeren Teilnehmer noch langsam in den Fluss wateten. Ein paar Schwimmer schafften es auch auf die vor dem Inseli gelegene Sandbank und legten ein kurzes Stück im Fluss zu Fuß zurück. Unterwegs passierten die Schwimmer bei einer Wassertemperatur von etwa 25 Grad das Rheinschwimmbad auf Schweizer Seite und den Rheinhafen auf der deutschen Seite. Nach dem Hafen kreuzten die Schwimmer den Fluss, um den Rest des Wegs zum Ruderclub nahe des badischen Ufers zurückzulegen.

Anlässlich des Stadtjubiläums hatten sich einige Teilnehmer kostümiert.
Anlässlich des Stadtjubiläums hatten sich einige Teilnehmer kostümiert. | Bild: Horatio Gollin

Zum Jubiläum der Stadterhebung stand das grenzüberschreitende Rheinschwimmen unter dem Motto „Rheinschwimmen wie vor 100 Jahren“. Das Gros der Schwimmer trug normale Badebekleidung, aber ein paar Teilnehmer waren dem Aufruf gefolgt und trugen rot oder blau gestreifte Einteiler oder andere historisch anmutende Badegewänder. Die Mitglieder des Organisationskomitees der beiden Rheinfelden hielten Ausschau nach den originellsten Kostümierungen, um diese mit Preisen wie Gutscheinen, Freifahrten der Basler Rheinschifffahrt oder Schwimmsäcken zu prämieren.