Der Ortschaftsrat Herten stimmte in der jüngsten Sitzung dem Haushaltsplanentwurf der Stadt Rheinfelden für das Jahr 2022 zu. Harsche Kritik gab es jedoch bezüglich einer Planungsrate für die Aufstockung des Osypka-Kinderhauses, die im Entwurf erst im Jahr 2025 vorgesehen ist.

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In der September-Sitzung hatten sich die Ortschaftsräte dem Vorschlag der Verwaltung angeschlossen, das Osypka-Kinderhaus aufzustocken. Damals hieß es im Ortschaftsrat zwar, dass das Gremium dennoch auch das alte Schulgebäude gerne als Kita-Standort gesehen hätte. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage und aufgrund des Versorgungsauftrags sei man jedoch in der Pflicht, schnellstmöglich zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Daher halte man die Aufstockung der Osypka-Kita für die wirtschaftlichste und am schnellsten zu realisierende Lösung. Vor der Stellungnahme des Ortschaftsrates hatte sich unter anderem auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt für eine schnelle Schaffung von zusätzlichen Kita-Plätzen ausgesprochen und eine gewisse Dringlichkeit angemahnt.

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Umso erstaunter waren die Ortschaftsräte in Herten, als sie im Entwurf zum Haushaltsplan 2022 lesen mussten, dass erst im Jahr 2025 eine Planungsrate von 50.000 Euro bei den Investitionen für Kindertageseinrichtungen eingeplant ist. Dies würde bedeuten, dass erst danach auch eine Aufstockung des Osypka-Kinderhauses realisiert werden könnte. Kein Verständnis dafür zeigten alle Hertener Ortschaftsräte in der Sitzung am Montag. Sie fragten sich, wie so etwas sein kann, bei einem so hohen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen.

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Sabine Hartmann-Müller (CDU) forderte eine starke und schnelle Reaktion des Ortschaftsrates, damit bereits im kommenden Jahr die entsprechende Planungsrate in den Haushaltsplanentwurf aufgenommen wird. Gleichzeitig forderte sie eine schnelle Umsetzung der Baumaßnahme in den kommenden zwei Jahren. Zustimmung gab es dafür von allen Fraktionen im Ortschaftsrat. Nico Kiefer (SPD) meinte, man habe schließlich auf die Aussage der Verwaltung vertraut.

Einstimmig angenommen wurde daher ein entsprechender Antrag an die Verwaltung. Dieser sieht die Einstellung der Planungsrate für 2022 wie auch eine schnelle Umsetzung der Aufstockung des Osypka-Kinderhauses vor.