Das St. Josefshaus wird auf seinem Campus in Herten einen Neubau für den therapeutischen Wohnbereich erstellen. In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Herten haben Vertreter des beauftragten Architekturbüros sowie Vorstandsmitglied Birgit Ackermann das Vorhaben vorgestellt.

Laut den Erläuterungen ist der therapeutische Wohnbereich eine Leistung innerhalb der Eingliederungshilfe für erwachsene Menschen mit Behinderungen, die zusätzlich schwerwiegende herausfordernde Verhaltensauffälligkeiten haben und eine intensive Betreuung erfordern. An den Neubau seien somit besondere Anforderungen zu stellen, die auch innerhalb eines architektonischen Konzepts umzusetzen seien, erklärten die Architekten.

Insgesamt soll der neue Bereich 30 Wohnplätze in drei Wohngruppen bieten, daneben sollen Plätze für Angebote der Tagesstruktur sowie attraktive Außenflächen geschaffen werden. In den Campus des St. Josefshauses eingebunden werden soll der therapeutische Wohnbereich westlich des nahezu fertiggestellten Neubaus des Bernhardshauses. Sowohl die Architekten als auch Birgit Ackermann betonten angesichts der unterzubringenden Menschen die großen Herausforderungen, die auch an das neue Gebäudeensemble zu stellen waren. Daher seien auch die betroffenen Mitarbeiter in die Planungen mit einbezogen worden. Wichtig sei es gewesen, für die künftigen Bewohner ein optimales Betreuungssetting zu erreichen, sagten die Verantwortlichen.

Architektonisch füge sich das versetzt zu erbauende Gebäudeensemble mit seiner Multifunktionalität und seiner farblichen Gestaltung in seine Umgebung ein, so auch mit seiner rhythmisch sich abwechselnden geschlossenen und offenen Fassade sowie den umgebenden Grünflächen. Die Kosten für den Neubau bezifferte Birgit Ackermann mit rund zehn Millionen Euro. Mit dem Baubeginn ist nach der Fertigstellung des Bernhardshauses Anfang 2023 zu rechnen. Das alte Bernhardshaus soll alsbald abgerissen werden.