Goldgelb und knusprig kommen die Pommes frites aus der Fritteuse und werden von Ursula Ries neben der zerstückelten Wurst in der Currysauce auf dem Teller angerichtet. „Was darf es auf den Pommes sein? Ketchup, Mayo, Soße?“, fragt Ries und schöpft auf Wunsch eine Kelle Curry­soße auf die Fritten.

Jeden Morgen gegen 9.30 Uhr kommt die Betreiberin und bereitet das „Woody‘s Take Away“ auf den Tagesbetrieb vor. Die Salattheke wird frisch aufgefüllt, Gemüse muss geschnippelt werden. Gegen 11 Uhr kommt ihr Ehemann Roger Ries, um beim mittäglichen Kundenandrang zu helfen. „Das Wichtigste in der Gastronomie ist, dass alles an seinem Platz ist. Jeder Handgriff muss sitzen“, meint er. Sie sagt: „Ganz wichtig ist auch Freundlichkeit. Man muss auch mal ein Schwätzle halten.“

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Auf der Speisekarte stehen Currywurst, Grillwürste und Burger, aber auch deutsche Gerichte wie Schnitzel, Hackbraten oder Fleischkäse mit Spiegelei. Fischgerichte wie frittierte Calamari runden das Angebot ab. Dazu werden Brötchen, Spätzle, Pommes frites und eine Auswahl an frischen Salaten gereicht. „Für uns zählt Qualität. Alles wird frisch zubereitet, da kommt ein Schnitzel nicht in die Fritteuse“, sagt Roger Ries.

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Auf zwölf Quadratmetern ist eine moderne Küche in dem orangefarbenem Container eingerichtet: Grillplatte, zwei Fritteusen, drei Induktionsherdplatten und Kühltheken. In wassergefüllten Bain-Maries werden Saucen warmgehalten und im Dauereinsatz ist der Currywurstschneider. „Grillplatte, Pfannen und Currywurstschneider sind die Werkzeuge, die wir am häufigsten brauchen“, erklärt Ursula Ries.

Ursula und Roger Ries in ihrer kleinen Küche. Sie richten das „Woody‘s“ für den Mittagsverkauf. Bei so wenig Platz muss jeder Handgriff sitzen.
Ursula und Roger Ries in ihrer kleinen Küche. Sie richten das „Woody‘s“ für den Mittagsverkauf. Bei so wenig Platz muss jeder Handgriff sitzen. | Bild: Horatio Gollin

Nach dem Mittagsgeschäft wird es ruhiger, sie kann gehen, und das Saubermachen und Schließen des Imbisses übernimmt er. Vor der Corona-Pandemie hatte das „Woody‘s“ bis 17.30 Uhr geöffnet. Derzeit schließt der Imbiss wochentags um 16 Uhr.

Vier Tische mit Stühlen stehen vor dem „Woody‘s“ und vier weitere Sitzplätze sind seitlich am Container unter einem Dach untergebracht. Während der Corona-Pandemie können diese aber nicht genutzt werden. „Aus Umweltschutzgründen haben wir auf Porzellangeschirr und Gläser umgestellt. Es gibt auch kein Plastikbesteck mehr“, sagt Ursula Ries. Gespült wird von Hand, da in der Küche keine Spülmaschine Platz hat.

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Nur bei Mitnahme der Gerichte werden Einwegverpackungen aus Styropor genommen. „Da geht es nicht anders, aber wo es möglich ist, vermeiden wir Plastik“, meint Ries. Der Abfall hat sich deutlich reduziert.

Die beiden sind gebürtige Rheinfelder und schon immer in der Gastronomie tätig. „Ich bin schon in Pension. Ich würde gar nicht schaffen, wenn es nicht Spaß machen würde“, sagt der 68-Jährige. Das „Woody‘s“ hätte dieses Jahr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Am 1. Juli 2010 haben sie den Container übernommen, der sicherlich schon 35 Jahre am Standort steht. „Das hätten wir auch gefeiert, wir hatten an Musik gedacht, und das werden wir auch nachholen, sobald alles wieder in normalen Bahnen verläuft“, meint die 57-Jährige. Der Name geht auf den Ehemann zurück, der als passionierter Segler schon mehrmals in der Karibik war und gute Erinnerungen an ein Lokal namens „Woody‘s“ auf Tobago hat. „Wir wollten was anderes und nicht so einen typischen Namen“, sagt Ursula Ries.

Die Gäste

Der Imbiss zählt viele Stammgäste aus umliegenden Unternehmen, auch hungrige Schüler steuern den Container an sowie Laufkundschaft. „Der Standort ist Kult in Rheinfelden, den kennt man“, meint die Inhaberin. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es zwar zu einem Kundenrückgang gekommen, während des Lockdowns durfte das „Woody‘s“ nicht öffnen, aber über Mittag sind die beiden wieder am Anschlag. Eine dritte Kraft, wie vor Corona, wird aber nicht mehr benötigt.

Während der Straßensperrung beim Bau des Hochrheincenters II kamen weniger Kunden. Dennoch sind die beiden Hochrheincenter enorm wichtig für Rheinfelden und für den Imbiss, ist Roger Ries überzeugt.

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