Das Gesicht der Awo in Rheinfelden war Emilie Bäckert, Vorsitzende von 1955 bis 1966. Wenn von Idealismus die Rede ist, um eine gute Sache zu unterstreichen, so muss Emilie Bäckert die Idealistin schlechthin gewesen sein. Sie war überall tätig, wo es galt, Not zu lindern. Sie kannte die sozialen Belange ihrer Schutzbefohlenen, alt oder jung. 1911 im Schweizer Rheinfelden geboren, besuchte sie die Nollinger Volksschule, absolvierte eine kaufmännische Lehre und heiratete 1936 Emil Bäckert.

Große Reichtümer konnten Emil und Emilia nie anhäufen, aber sie hielten zusammen und halfen denen, die noch weniger hatten als sie selbst. Sie organisierte Feste, Ausflüge, Ferienzeiten für Kinder und Senioren. Wenn es kurz vor Weihnachten galt, Hunderte von Kindern mit nützlichen Gaben zu bedenken, holte sie den Weihnachtsmann, der die Päckchen verteilte. Vorher verwandelte sie ihre kleine Wohnung in eine Weihnachtsbäckerei. Nächtelang verpackte und beschriftete sie unzählige weihnachtliche Geschenke für Groß und Klein.

Das könnte Sie auch interessieren

Bei den „Alten-Weihnachtsfeiern“ wurden jedes Jahr die zwölf Ältesten der Stadt Rheinfelden geehrt. Jeder wurde herzlich bedacht. Der AW-Vorsitz, wie der Verband damals noch hieß, und noch weitere Ehrenämter verlangten von Emilie Bäckert Umsicht, gesunden Menschenverstand und den Einsatz ihrer Freizeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Die bescheidene Frau, die lieber in der Stille werkelte als große Reden zu schwingen, würde sich heute über das „Schatzkästlein“ in der Schusterstraße freuen. In den 50er Jahren war sie stets auf der Suche nach Räumen für die Awo in Rheinfelden. Emilie Bäckert starb am 24. Oktober 1986.