Ein gutes Betriebsergebnis erreichte die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden für 2021 in ihrem Geschäftsbereich am Hochrhein. Das Jahr sei herausfordernd gewesen, dennoch konnte ein gutes Ergebnis erreicht werden, so Vorstandsvorsitzender Rainer Liebenow. Als besonders erfreulich nannte er das Kreditgeschäft, das im Bereich der Geschäftsstelle Rheinfelden um mehr als 48 Millionen auf insgesamt 572 Millionen Euro anstieg.

Weil mit den altbekannten Anlageformen der Hausbanken nach wie vor kaum Gewinne zu erzielen sind, erhöhten auch die Kunden der Sparkasse ihre Einlagen im Wertpapiergeschäft. Insgesamt erhöhte sich der Gesamtbetrag der Einlagen um 7,1 Millionen Euro. Dies sei auch die Ursache dafür, dass der Beratungsbedarf für diese Anlageformen deutlich angestiegen ist. Dabei habe die Sparkasse die Qualität ihrer Beratungsangebote erneut sowohl zeitlich als auch qualitativ ausgebaut, erläuterte Vorstandsmitglied Christian Eschbach.

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Im Geschäftsbereich Rheinfelden stieg der Wertpapierbestand um mehr als ein Drittel an, das waren weitere 36 Millionen Euro. Großes Augenmerk legte die Sparkasse am Hochrhein auf den Vorsorgebereich, dazu gehören Altersvorsorgeverträge und Versicherungen. Im Kreditgeschäft legte vor allem die Firmenkundengeschäft kräftig zu. Mit einem Plus von 15,6 Prozent lag der Bereich Hochrhein deutlich über dem Wert der gesamten Sparkasse.

Zahl der Girokonten nimmt zu

Aber auch bei Privatkunden erhöhte sich das Kreditvolumen erneut drastisch und setzte damit eine seit mehreren Jahren anhaltende Entwicklung fort. Zugenommen hat auch die Zahl der Girokonten, mittlerweile sind es fast 19.700. Damit bindet die Sparkasse im Marktgebiet Rheinfelden etwa 52 Prozent aller Kunden mit Girokonten.

Als Erfolg bewerten Liebenow und Eschbach das Immobiliengeschäft. Das Vermittlungsvolumen belief sich im Teilmarkt Rheinfelden auf 8,6 Millionen Euro. Beim Erwerb wieder verkaufter Eigentumswohnungen werden derzeit Quadratmeterpreise von 2800 bis 3500 Euro bezahlt. Mit vier Geschäftsstellen in Rheinfelden, Herten, Schwörstadt und Wyhlen sowie Selbstbedienungsstandorten im Kaufland-Markt Karsau und in Minseln sichere die Sparkasse weiterhin die Kundennähe.

Mit dem Neubau der Geschäftsstelle in Wyhlen bekenne sich die Sparkasse zur Standortsicherung in diesem Ortsteil, so der Vorstand. Angesichts der absehbaren Bevölkerungsentwicklung sei der Neubau einer modernen Geschäftsstelle absolut erforderlich. „Wenn auch die Leistungen der Sparkasse in immer größerem Umfang von den Kunden online erledigt werden, so wächst doch der Beratungsbedarf,“ erklärte Liebenow. „Sowohl für Kredite als auch für Anlagen erwarten die Kunden immer bessere Erklärungen, das sind keine Angelegenheiten, die man stehend am Schalter erledigen kann.“ Auf eben diesen Bedarf werde die neue Geschäftsstelle Wyhlen ausgerichtet.

Trotz des Bauverzugs von einem knappen Vierteljahr rechnet die Sparkasse für den Sommer mit der Fertigstellung des Rohbaus. Nach jetzigem Stand könne im ersten Quartal 2023 der Einzug erfolgen. Leider werden die Kosten über den kalkulierten 3,5 Millionen Euro liegen. Der drastische Preisanstieg bei Holz und Stahl sei bei Baubeginn nicht abzusehen gewesen.

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Der Sparkassenvorstand sieht es als großen Gewinn, dass für die Bauzeit in unmittelbarer Nähe in der Wyhlener Ortsmitte eine großzügige Übergangslösung geschaffen werden konnte. Damit sei auch in diesen Monaten hohe Qualität der Kundenbetreuung zu gewährleisten.

Wie in allen Jahren zuvor setzte die Sparkasse ihr breites gesellschaftliches Engagement fort. Auch dies zeuge von der festen Verwurzelung im Geschäftsgebiet, hieß es bei der Bilanz-Pressekonferenz. Als Beispiele für die Förderung gemeinnütziger Projekte nannte die Sparkasse die Tafel Rheinfelden, den Defibrillator im Europastadion, Spielplatz und Flutlichtanlage in Schwörstadt sowie Bürgerstiftung und Verein Salmegg. Diese Unterstützung sieht die Sparkasse als wichtigen Teil ihrer Arbeit.