Am Sonntag haben in Rheinfelden, Schwörstadt und Grenzach-Wyhlen knapp 34.000 Menschen die Wahl und können die Zusammensetzung des künftigen Landtags mitbestimmen. Auch aufgrund der Corona-Pandemie wählen viele Bürgerinnen und Bürger per Briefwahl.

Rheinfelden

Die große Kreisstadt dürfte dem Sonntag gelassener entgegenblicken als andere Städte und Gemeinden. Schließlich war Rheinfelden im April 2020 die erste Kommune landesweit, die eine Wahl unter Corona-Bedingungen gestemmt hatte. „Jetzt gibt es vom Land ja eine gesonderte Verordnung“, sagt Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler.

Das könnte Sie auch interessieren

Da diese sehr umfangreiche Hygienevorschriften für die Ausstattung der Wahllokale macht, wurden die Urnenwahlbezirke von 29 auf 15 reduziert. Verdoppelt wurden hingegen die Briefwahlbezirke, von vier auf acht. Die Zahl der bisherigen Anträge entspricht mit 7057 ungefähr dem, „was wir uns vorgestellt haben“, so Schuler. Allerdings gibt es wenige Tage vor der Wahl noch ein beachtliches Delta, was die Rücksendung der Unterlagen angeht. Erst 4510 Menschen haben diese eingereicht.

„Bis spätestens 18 Uhr am Wahltag müssen sie eingegangen sein“, betont Schuler. Dann werde auch der Briefkasten vor dem Rathaus letztmalig geleert. In Rheinfelden sind 22 096 Bürgerinnen und Bürger stimmberechtigt, beim letzten Mal lag die Wahlbeteiligung bei 61,7 Prozent (Schwörstadt: 68 Prozent; Grenzach-Wyhlen: 63,2 Prozent).

Schwörstadt

Das sei auch gut so, findet Beate Schneider von der Gemeindeverwaltung Schwörstadt. Von den 1778 Wahlberechtigten haben sich – Stand Montag – 495 für die Briefwahl entschieden. 2016 waren noch 257. „Noch bis Freitag, 12. März, 18 Uhr, können die Wahlunterlagen beantragt werden“, informiert Schneider.

Das könnte Sie auch interessieren

Wer sich für den Gang zur Urne entschieden hat, dann aber krank wird oder in Quarantäne muss, kann sogar am Wahlsonntag bis 15 Uhr den Wahlschein noch beantragen. Die Schwörstädter können am Wahlsonntag wie gewohnt ins Foyer der Festhalle gehen, um ihr Kreuzchen zu setzen. Und auch in Dossenbach wird in der Halle gewählt. „Wir hätten die Ortsverwaltung wegen des Umzugs des Kindergartens ohnehin nicht nutzen können, so Schneider.“

Grenzach-Wyhlen

In der Doppelgemeinde sind am Sonntag 10.189 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Stand Montag hatten 3421 die Briefwahl beantragt. „Wir rechnen damit, dass sie wir etwa bei 4000 landen“, sagt Bianca Scarpinato. Bei der letzten Landtagswahl 2016 waren es rund 1500.

Damit die Wahlhelfer am Sonntag nichts ins Schleudern geraten, wurden zwei zusätzliche Briefwahlbezirke eingerichtet, insgesamt sechs. Für die Ehrenamtlichen beginnt nun die heiße Phase, an zwei Tagen werden sie geschult und mit den Abläufen vertraut gemacht.

Wer am Sonntag persönlich wählen möchte, muss sich am Kinderhaus (Wyhlen) oder am Haus der Begegnung (Grenzach) eventuell auf Wartezeiten einstellen. Denn ins Wahllokal dürfen nur zwei Personen gleichzeitig, ein Sicherheitsdienst regelt den Zutritt.

Alle Infos rund um die Wahl gibt es auf den jeweiligen Webseiten von Rheinfelden (www.rheinfelden.de), Grenzach-Wyhlen (www.grenzach-wyhlen.de) und Schwörstadt (schwoerstadt.de).