Für alle Beteiligten ist es ein Zurückkehren ins fast normale Marktleben. Am Eröffnungstag bei der 25. Töpfer- und Künstlermarkt-Auflage füllte sich der Park von Schloss Beuggen ganz schnell. Punkt 10 Uhr wurden die Tore geöffnet und gleichzeitig standen an allen drei Eingängen lange Menschenschlangen.

Ungewöhnliche Produkte interessierten die Besucher im Park von Schloss Beuggen.
Ungewöhnliche Produkte interessierten die Besucher im Park von Schloss Beuggen. | Bild: Petra Wunderle

„Die Leute sind hungrig nach einem normalen Leben, sowohl die ausstellenden Künstler und Kunsthandwerker als auch das Publikum“, weiß Veranstalter Jürgen Blank von der Organisation RKKB (Rügener Kleinkunstbühne) aus eigener Anschauung. Bester Laune flanierten die Besucher über das Ausstellungsgelände – angetan vom großen Angebot, den musikalischen Klängen und der herrlichen Schlosskulisse direkt am Rhein.

Besucher

„Wir haben‘s voll genossen“, geriet ein Mann aus dem Schwarzwald ins Schwärmen. Zurzeit ist er mit seiner Ehefrau zu Besuch bei Freunden in Rheinfelden, um anschließend auf eine kleine Reise in die Schweiz zu starten. Gemessen an der Anzahl der parkenden Autos waren am Freitag viele Besucher jenseits des Rheins auf dem Töpfer- und Künstlermarkt. Das Landeszeichen „CH“ war enorm präsent, von Basel bis Zürich reichten die Nummernschilder. Zu den Stammbesuchern zählt ein Ehepaar aus Herten: „Ich finde hier immer kleine Geschenke für meine Freundinnen“, verriet die Frau. „Qualität ohne Ende“, so die lobende Feststellung einer Besucherin aus Lörrach.

Angebot

Präsentiert wird das traditionelle Handwerk: vom individuellen Keramikgeschirr über Skulpturen, Bilder, Schmuck und Kleider bis hin zu Holzbackofen, Ölen, Seifen, Säften und dem Südtiroler Speck. „Die Leute sind zufrieden. Ich lade sie gerne zum Probieren ein“, sagte Alexander Pardeller, der jedes Jahr zum Ausstellungsstamm gehört. Seit 20 Jahren ist Conny Gottstein-Saenger aus Bad-Säckingen mit ihren Stoffideen präsent und, so die Künstlerin: „Wenn jemand gerade noch etwas zum Abändern hat, dann mach ich das sofort.“

Flanieren, genießen und schauen: Die Besucher hatten sichtlich Freude am Stück „normalen“ Marktlebens.
Flanieren, genießen und schauen: Die Besucher hatten sichtlich Freude am Stück „normalen“ Marktlebens. | Bild: Petra Wunderle

Gabi und Markus Boch betreiben eine Manufaktur in St. Georgen. Ihr kunstvolles, hauchdünnes Geschirr aus Porzellan ist ein Hingucker, für sie ist die Teilnahme auf Schloss Beuggen eine Premiere. „Wir haben Herrn Blank vor drei Wochen auf einem Markt in Emmendingen kennengelernt und haben uns deshalb für den Markt auf Schloss Beuggen entschieden. Wir kannten diesen Markt nicht und wir sind total begeistert von dem Ambiente und von der hervorragenden Betreuung“, lobt Markus Boch. Grundsätzlich, so der Veranstalter Blank „haben wir nur professionelle Kunsthandwerker und Künstler. Handelsware gibt es nicht“, sagt er. „Auch bei der Kleidung muss alles handgemacht sein. Hier leben all diese Künstler von ihrem Handwerk“.

Corona-Ablauf

Kurz vor der Eröffnung schauten sich die Ordnungshüter um: „Alles für gut befunden“, gab Blank weiter. An jedem Eingangsbereich stehen Kontaktaufnahmezelte, hier können die Besucher in Ruhe das Eintrittsformular ausfüllen, das an der Kasse dann von Sicherheitsleuten kontrolliert wird.

Öffnungszeiten: Samstag von 10 bis 20 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.