Viel Sonnenschein und am Ende fröhliche Gesichter: Keine Frage, in Zeiten der Corona-Pandemie sind dem Sommerferienprogramm der Dieter-Kaltenbach-Stiftung zusammen mit der Stadt Rheinfelden Grenzen gesetzt, dennoch klappte bisher alles wie am Schnürchen. Am Freitag geht das Programm zu Ende, das vielen Eltern geholfen hat, die Betreuung ihres Nachwuchses zu stemmen.

Das Angebot hat nicht gelitten, einzig die Teilnehmerzahl war begrenzt auf 60 Mädchen und Jungen pro Tag – zu Nicht-Corona-Zeiten durften es knapp mehr als 100 Teilnehmer sein. „Durch diese begrenzte Teilnehmerzahl entstand eine Warteliste von rund 30 Kindern pro Woche. Tagesanmeldungen waren keine möglich“, erklärte Leiter Alexander Keil am Dienstag. Das Ferienprogramm, das drei Wochen lang im Spiel- und Kulturpark Tutti Kiesi stattfindet, geht an diesem Freitag zu Ende.

„Wir sind froh, dass wir das Sommerferienprogramm anbieten und ausführen durften, denn in den Oster- und Pfingstferien gab es keine Angebote, einzig eine Notbetreuung“, so Keil, der mit seinem Stellvertreter Malte Lindeman und dem Helfer-Team unter Pandemiebedingungen ein Hygienekonzept erstellt hat. Dazu zählten Abstandsregeln und das Desinfizieren der Kontaktflächen – vom Türgriff bis zum Spielzeug. Bei Angeboten mit nahem Kontakt, etwa Nähen, wurden Masken getragen und die Eltern durften ihre Sprösslingen nur vor der Tür abholen.

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„Bereits beim täglichen Morgenkreis den nötigen Abstand halten, ist das Signal für die Kinder und es funktioniert sehr gut“, berichtet Keil. Malte Lindeman spricht von einem „schönen und guten Gefühl, dass alles gut läuft und alle happy sind“. Als spannend beschreibt Keil die Nachfrage der Eltern: „Viele mussten ihren Urlaub in den Oster- und Pfingstferien nehmen und müssen jetzt während der Sommerferien arbeiten, da berichteten schon viele Eltern von Betreuungsnöten.“ Grundsätzlich „gut aufgestellt“ sei auch das multiprofessionelle Helferteam – vom Erzieher bis zum Ferienjobber – das aus 15 Personen besteht.

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Diese relativ hohe Betreuerzahl sei auch deshalb nötig, da nicht alle Kinder in einen Raum „gequetscht werden können“. Insbesondere beim täglichen Mittagessen müssten die Kinder weitläufig verteilt werden, gegessen werde im Kulturpark, im Jugendhaus, aber auch im Zirkuszelt. Apropos Mahlzeiten: Die Kinder bekommen jeden Morgen ein Frühstück und die Frühstücksbrötchen haben die hiesigen Bäckereien Patane und Glück gesponsert. „Das ist Gold wert“, hebt Alexander Keil hervor. Täglich von 8 bis 16 Uhr dauert die Ferienfreizeitgestaltung, die abwechslungsreich und spannend gestaltet ist: Kinderyoga, Trommeln, Flechten, Elektro- und Holzwerkstatt, Apfelsaft herstellen, Korn mahlen und aus dem Mehl Brot backen, Ledersandalen herstellen, Hüttenbauplatz, Lesen und vieles mehr.

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In Kooperation mit dem Familienzentrum geht es am heutigen Mittwoch noch in die internationale Familienküche, wo Süßes gebacken wird. Außerdem beteiligen sich die Ferienprogramm-Kinder an der Fotoaktion „Rheinfelden hält zusammen“ im Wertejahr 2020/21.

Daneben haben die Mädchen und Jungen genügend Freiraum zum Fußball- und im Sand Spielen oder ganz einfach Freundschaften zu pflegen. Auf eines aber müssen insbesondere die Jungen verzichten: sich raufen. „Das geht wegen Corona nicht und da haben wir alle ein waches Auge drauf“, sagt Keil lachend.

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