Frank Brauer sammelt Holz. Nicht etwa für den bevorstehenden Winter, damit er dann eine warme Stube hat – er schafft daraus Kunstwerke, insbesondere ausgefallene Stehlampen sind sein Thema. Einige Unikate stehen in seiner Wohnung und auf dem Freisitz.

Eine Lehmlampe mit bunten Steinen
Eine Lehmlampe mit bunten Steinen | Bild: Petra Wunderle

Aus diesem Hobby soll ein Business werden. Doch zuvor hat sich der Wahl-Nollinger zum Ziel gesetzt, eine Ausstellung zu machen, dafür sucht er einen passenden Raum und zudem eine Werkstatt, wo er seinem künstlerischen Tatendrang freien Lauf lassen kann.

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Der 43 Jahre alte Malermeister ist kein Unbekannter in und um Rheinfelden. Mit seinem eigenen Malergeschäft „Kreativ Werkstatt“ hat er sich einen Namen gemacht. Kreativ, diese Bezeichnung passt zu Frank Brauer, denn betrachtet man seine Holzstehlampen, ist seine Begabung deutlich zu erkennen.

Frank Brauer versteht sich nicht nur auf sein gelerntes Handwerk, zu seinem künstlerischen Gebiet zählen auch das Fotografieren und das Singen, welches er gerne bei der TonArt Nollingen praktiziert. „TonArt Nollingen liegt mir am Herzen, denn die Sangeskollegen und Kolleginnen unterstützen mich mental in meinen quirligen Vorhaben“, so sein Kompliment an die Truppe.

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Das mit dem Holz hat sich so ergeben. „Mit einer sehr guten Auftragslage bin ich als Malermeister in das neue Jahr gestartet, dann kam Corona und mit dem Lockdown die Stornierung einiger Aufträge. Diese Zwangsfreizeit nutzte ich, um Holzstämme zu suchen und meiner kreativen Fantasie freien Lauf zu lassen“, lacht der junge Mann zufrieden. Ausgerüstet mit einer Japansäge waren er und sein Sohn Tom unterwegs, sie suchten ausschließlich Abfall-Totholz, weil das, wenn es getrocknet ist, sich sehr gut bearbeiten lässt.

Zuhause in der Oberen Dorfstraße wohnt die Familie Brauer im Erdgeschoss mit Gartenanteil und einem kleinen Schopf. Hier sind verschiedene Fräsen, Bürsten, Bohrer und sonstige Utensilien fein säuberlich griffbereit. „Es ist sehr aufwendig die Holzstämme zu bearbeiten und es nimmt einige Stunden in Anspruch, bis so ein Stamm so ist, wie ich mir das vorstelle. Rinde entfernen, den Stamm säubern, dann muss er vorsichtig geschliffen werden und erst dann mit Wachs behandelt werden“, beschreibt der Malermeister die Vorgehensweise.

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Ist der Holzstamm – man kann auch sagen die Holzskulptur – richtig fein glatt, die erhaltene Struktur gut sichtbar und der Leitungsweg für das Elektrokabel vorsichtig gebohrt, erst dann ist Frank Brauer zufrieden. Durch die kurvenreichen Holzstämme ist es unmöglich, die gesamte Elektroleitung zu bohren, der teilweise sichtbare Kabelweg wird passend zur Holzfarbe mit Jute umwickelt, hin und wieder verwendet Brauer auch ein Stoffkabel. Je nach Größe des Holzstamms kommt dann der passende Lampenschirm oben drauf und fertig ist die individuelle Stehlampe.

Seinen ersten Lampenschirm bekam Brauer von einer Nachbarin. „Die Dame ist vor geraumer Zeit ausgezogen und hat mir eine uralte Deckenleuchte aus Leder gebracht. Ich wusste sofort, die passt auf den Holzstamm mit den drei Beinen.“ Seither ist der kreative Mann auf der Suche nach ausgefallenen Lampenschirmen, das Material spielt eine untergeordnete Rolle, einfach speziell sollte sie sein.

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Ehefrau Isabella hält stets die Augen offen und erst vor Kurzem hat sie in einem Möbelmarkt einen modernen, rosafarbenen Buschellampenschirm entdeckt. „Avantgardistisch auf altem Holz, auch das sieht spannend aus“, so der Künstler. Die Wohnung der dreiköpfigen Familie ist auch mit ausgefallenen Deckenleuchten ausgestattet. Besonders sticht die Lampe im Badezimmer hervor. Eine Lampe ganz aus Lehm, dazwischen mit bunten Glassteinen verschönert, das gibt ein besonderes Licht und ist auch Handmade by Frank Brauer.

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