Frieda King wurde als Frieda Müller im Dezember 1918 in Rheinfelden geboren. Ihre Kindheit und Schulzeit verbrachte sie mit vier Geschwistern im Ortsteil Herten. Der Vater arbeitete im Kraftwerk. Familie Müller hatte eine eigene Landwirtschaft und verkaufte diese frischen Erzeugnisse auf dem Wochenmarkt. Als Frieda gerade mal 16 Jahre alt war, lernte sie auf einer Geburtstagsfeier den Schüler der Höheren Handelsschule Herbert King kennen.

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Allerdings verloren sich die beiden aus den Augen und trafen sich erst Jahre später in Bayern wieder. Mittlerweile hatte Frieda Müller ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und eine Damenschneiderlehre in Basel absolviert. Sie lebte in Freiburg und arbeitete in einem Modesalon in der Gerberau. Am 6. Juni 1942 heiratete sie, während des Krieges, ihre Jugendliebe Herbert King in Herten. 1946 zog das Paar mit den beiden Töchtern Anita und Brigitte in die Rudolf-Vogel-Anlage. Ihr Mann war als Buchhalter in den Dienst der Stadt übernommen worden und war für die Finanzen zuständig.

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Frieda, auch Friedel genannt, führte bis zur Geburt der dritten Tochter Renate 1949 in der Rudolf-Vogel-Anlage eine Modewerkstätte, in der sie sogar zwei Lehrlinge ausbildete. Obwohl sie in der Zwischenzeit ihre Meisterprüfung abgelegt hatte und das kleine Unternehmen erfolgreich arbeitete, gab sie dem Wunsch ihres Mannes nach und widmete sich ganz der Familie. Mit dem politischen Erfolg ihres Mannes, der am 5. Dezember 1948 mit nur 28 Jahren der jüngste Bürgermeister in Baden wurde, wuchsen die gesellschaftlichen Aufgaben. Gegen Ende 1952 zog die Familie in das Haus in der Zollstraße 1, das genügend Raum bot, als 1955 Sohn Roland geboren wurde.

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Frieda King begleitete ihren Mann bei vielen offiziellen Anlässen und bedingt durch seine Position erwuchsen auch ihr eine Reihe von Verpflichtungen als „First Lady“ von Rheinfelden. Der erste gemeinsame Urlaub führte die Familie an den Thuner See. Herbert King mochte die Stille der Berge und den Ausgleich zu den anstrengenden Amtsgeschäften. Leider erlitt er dort eine Blinddarmentzündung und musste schnell ins Krankenhaus gebracht werden. Das Bangen um den Ehemann war so furchtbar, dass Frieda King daraufhin einen Führerschein machte, um sich eine eigene Mobilität zu verschaffen.

Frieda King war eine resolute, aber auch sehr zugängliche Frau, die manchen schwierigen Themen die Spannung nehmen konnte. Ihre Freude am Nähen und an der Musik hat sie in all den Jahren nie verloren. Nach der Pensionierung ihres Mannes machten die beiden noch viele schöne Reisen und zogen von der Zollstraße nach Warmbach in eine kleinere Wohnung.

Herbert King starb am 5. Juli 2001 mit 81 Jahren. Der Herbert-King-Park ist nach ihm benannt. Frieda King lebte die letzten Jahre gut umsorgt im Haus am Park. Sie verstarb 93-jährig am 4. Juni 2012 in Rheinfelden.