Spaziergängern wird es aufgefallen sein: Neben der St. Josefskirche sind vier Lindenbäume gefällt worden. Leserin Aischa Salah schreibt: „Wie kann man heute noch solche herrlichen Bäume einfach abholzen? Hätten wir das gewusst, hätten wir uns gewehrt.“ Der Lärmschutz zur Friedrichstraße sei nun weg, im Sommer würde sich die Straße mehr aufheizen. „Hunderte Bienen und Vögel haben ihre Heimat verloren.“ Der Verwaltungsbeauftragte der katholischen Kirchengemeinde, Peter Senft, sagt auf Nachfrage, die Bäume hätten „ihren biologischen Zenit überschritten“ und hätten daher gefällt werden müssen.

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Bei der Begutachtung vor dem Pflegeschnitt hätten Fachleute festgestellt, dass zwei der Linden sofort gefällt werden müssten. Bei zwei weiteren hätte spätestens in zwei Jahren die Fällung angestanden. Zudem hätten die Lindenbäume mit den anderen Bäumen im Bereich der Baumkronen in Konkurrenz gestanden – und durch ihr Laub seien die Regenrinnen vom Kirchendach regelmäßig verstopft gewesen. Daher habe man entschieden, die vier Linden durch Säulen-Hainbuchen zu ersetzen, von denen bereits mehrere dort stehen. „Wir erhoffen uns dadurch einen schöneren Anblick, wenn die gesamte Baumreihe aus derselben Gattung besteht“, so Senft.