Es ist ein ungewohnter Anblick: Dort, wo normalerweise viele Leute im Solewasser baden, herrscht derzeit absolute Stille. Die Wasserspiegel in den Becken liegen unberührt da, sämtliche Saunen sind leer. „In den vergangenen Wochen haben wir zahlreiche Anfragen von Stammgästen erhalten, wann wir wieder öffnen dürfen“, erklärt Sven Malinowski, Betriebsleiter der Wellnesswelt „Sole uno“ im Parkresort Rheinfelden/Schweiz. „Ich freue mich, dass wir am kommenden Samstag wieder ein Stück Normalität zurückerhalten.“

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Ab dann darf das „Sole uno“ – wie andere Badbetriebe in der Schweiz auch – Gäste empfangen. Sämtliche Becken, Dampfbäder und Erlebnisduschen stehen den Besuchern zur Verfügung, ebenso die Saunalandschaft.

Damit dies möglich ist, wird ein Corona-Schutzkonzept umgesetzt, das die Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln erlaubt. „So können wir allen ein sicheres Badevergnügen ermöglichen. Die Gesundheit der Gäste und Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität“, erklärt Malinowski.

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Die Zahl der Besucher wird dazu deutlich eingeschränkt: Können normalerweise 500 Personen gleichzeitig die weitläufige Anlage nutzen, sind es nun nur noch 225. Die maximale Anzahl der Personen, die sich zur gleichen Zeit in den Umkleidebereichen und Gängen aufhalten dürfen, wird ebenfalls reduziert. An jedem Becken und bei allen Saunen wird informiert, wie viele Personen zugelassen sind.

Die Reinigungsteams werden verstärkt und Kontaktflächen häufig desinfiziert. „Eine Desinfektion des Badewassers ist sowieso gewährleistet. Das schreiben die Auflagen vor, unabhängig von Corona“, betont Malinowski. Bei der Umsetzung der Distanzregeln setzt er auf Eigenverantwortung. Dazu weisen Mitarbeiter die Besucher auf die Regeln hin. Grundsätzlich ist für jeden Gast eine Wasserfläche von vier Quadratmetern berechnet.

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„Die Zahl der Gäste ist tiefer als normalerweise und der Aufwand größer. Das verschlechtert die Wirtschaftlichkeit. Wir müssen wohl zufrieden sein, wenn wir in den Sommermonaten eine rote Null schreiben können“, sagt Malinowski. Er und sein Team freuen sich aber, bald wieder Besucher empfangen zu können. Denn die vergangenen Monate waren einschneidend. Seit Mitte März musste das „Sole uno“ geschlossen bleiben. Dadurch fielen zwischen 100.000 und 120.000 Eintritte weg. Malinowski beziffert die Umsatzeinbuße mit 2,5 bis drei Millionen Franken. Ein Großteil der Mitarbeiter war in Kurzarbeit. „Die verhängten Maßnahmen waren aber sicher richtig und notwendig“, so der Betriebsleiter. Umso erleichterter ist er nun, dass es bald wieder losgeht.