Ein grüner Frühlingsbote sprießt aus dem Boden: Der Bärlauch. Und da der Bärlauch, der zur Gattung Allium gehört und somit mit Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch eng verwandt ist, ist es nicht verwunderlich, dass man seinen Geruch schnell erkennt. Üppig breitet er sich aus, meist an feuchten, sonnigen Stellen im Wald. Das sind dann grüne, duftende Waldteppiche, die schon von Weitem zu sehen und gut zu riechen sind.

Dieser Knoblauchgeruch ist ein besonders wichtiges Erkennungsmerkmal des Bärlauchs, der sonst leicht mit anderen Pflanzen verwechselt werden kann. Am häufigsten wird der Bärlauch mit dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen verwechselt, beide Pflanzen sind giftig. Beim Genuss kann es zu schweren Vergiftungen kommen, da Maiglöckchen und Herbstzeitlose hochgiftige Herzglycoside enthalten.

Beim Pflücken von Bärlauch sollte darauf geachtet werden, dass immer mindestens ein Blatt der Pflanze stehen bleibt. So bleibt der Pflanze genügend Kraft übrig für erneutes Wachstum und die Blüte im kommenden Jahr.

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Bärlauch ist etwas für Feinschmecker, denn aus diesem Kraut lässt sich Leckeres in der Küche zaubern. Um die Aromen zu erhalten, empfiehlt es sich, ihn frisch und nicht gekocht zu verwenden, zuvor sollte er aber gründlich gewaschen werden. Die feinen, aromatischen Blätter lassen sich in Salat oder in Quark untermischen. Besonders beliebt ist Bärlauch-Pesto.

Der gebürtige Meisler Bernd Thomann ist zusammen mit seiner Ehefrau viel mit dem Fahrrad in der Natur unterwegs und freut sich jedes Jahr auf die Bärlauchzeit. Das Ehepaar liebt Bärlauchpesto und verwendet es sehr gerne als Beilage zu Pasta, Gemüse, Kartoffeln, gegrilltem Fleisch und Fisch.

Das Rezept lässt sich einfach nachmachen: Bärlauch waschen und am besten in einer Salatschleuder trocken schleudern, ansonsten in einem Sieb abschütteln und auf einem Geschirrtuch abtrocknen lassen. Danach den Bärlauch in ein Zentimeter breite Streifen schneiden. Nun die Hälfte der Zutaten in einen Mixer oder eine größere Schüssel geben, falls der Pürierstab verwendet wird. Die Zutaten mixen und dann die zweite Hälfte der Zutaten dazugeben und die gesamte Menge fertig mixen oder pürieren, aber nicht zu grob mixen. Das Pesto dann in mit kochendem Wasser gesäuberte und getrocknete Gläser mit Schraubverschluss bis 1,5 Zentimeter unter dem Rand abfüllen. Auch die Deckel sind mit kochendem Wasser auszuwaschen. Nun das Pesto mit Rapsöl – circa einen Zentimeter hoch – bedecken, um es zu konservieren. Die Gläser fest verschließen, einmal kurz auf den Kopf drehen und dann direkt in den Kühlschrank stellen. Das Bärlauchpesto kann bis zu sechs Monate im Kühlschrank lagern. Das Rezept kann mit 50 Gramm frisch geriebenem Parmesan ergänzt werden, jedoch sollte es dann innerhalb von vier Wochen verzehrt und ebenfalls im Kühlschrank gelagert werden.

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