Die 17. Auflage der Gartenmesse (Diga) auf Schloss Beuggen war weder für Veranstalter, Aussteller, noch für Besucher Routine. Besonders unter den Besuchern fiel die Bilanz aber sehr positiv aus.

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Am Eingang

Einfach an die Kasse gehen, Eintritt bezahlen und hinein ins Schlossparadies – das war nicht möglich. Stattdessen mussten sich alle Besucher im Vorfeld registrieren lassen.

Sina Häusel, Mitglied der Hertener Grabbe-Clique, deren Mitglieder Dieter Maier seit Jahren unterstützen, berichtet aus ihrer Arbeit vor dem Kassenbereich: „Die meisten akzeptierten es ohne Kommentar, das Kontaktformular auszufüllen, nur wenige motzten“. Die meisten Besucher hatten ihre eigene Mund- und Nasenmaske mit dabei, doch auch der Veranstalter war verpflichtet, welche vorzuhalten. Ohne besagte Maske und Kontaktformular kam niemand aufs Gelände.

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Das wachsame Personal kontrollierte alle und ausgestattet mit Zählgeräten wurden die Menschen beim Betreten und Verlassen der Messe erfasst. Mehr als 1600 Besucher durften sich nicht gleichzeitig im Messebereich aufhalten. Diese begrenzte Besucheranzahl verteilte sich gut auf dem Gelände, zu einer Druggete kam es nicht.

Unter Besuchern

„Das ist glücklicherweise wieder mal ein Event, wo man raus kann und alles ist sehr professionell organisiert. Ein Lob an den Veranstalter, denn es gehört Mut dazu, unter den aktuellen Bedingungen so eine Messe zu veranstalten“, so die lobenden Worte der treuen Besucherin Ulla Hugenschmidt.

Familie Winning aus Laufenburg gefiel die Idee mit den Ruhezonen und dem Gastronomiebereich, wo man ohne Mund- und Nasenschutz verweilen durfte. „Das passt. Wichtig ist, dass so eine schöne Veranstaltung überhaupt wieder stattfinden darf und ein wenig Normalität einkehrt“, so Christa Winnig.

Ob in den Ruhezonen oder im Gastronomieberich, die Gäste hielten den Abstand ein.
Ob in den Ruhezonen oder im Gastronomieberich, die Gäste hielten den Abstand ein. | Bild: Petra Wunderle

Es gab sechs Verpflegungsstände, vom Weinbrunnen über Schwarzwälder Spezialitäten bis zur Kaffeebude. „Die Leute essen und trinken, aber es ist kein Vergleich zu den früheren Digas. Ich liebe diese Gartenmesse auf Schloss Beuggen über alles, es ist für mich die erste Messe in diesem Jahr“, erzählte etwa Gerhard Maier, Inhaber von Kaffee Fredo. Auch das Restaurant auf Schloss Beuggen hatte geöffnet und bewirtete die Gäste.

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Bei den Ausstellern

100 Aussteller, 50 weniger als gewohnt, verteilten sich mit sicherem Abstand auf dem Messe-Areal. „Ich habe viel Stammkundschaft und die halten mir die Treue“, freute sich eine Ausstellerin mit Kleidung und Accessoires.

Deko für den Garten ist das Geschäft von Kreshnik Gashi aus Böblingen. „Ich spürte bei den Besuchern weniger Kauflust und es waren deutlich weniger aus der Schweiz da.“

Diese Erfahrung machte auch Uwe Stiefel aus Tübingen, der Kräuterpflanzen anbietet. Aber er sei, wie viele seine Kollegen froh, dass die Veranstaltung überhaupt stattfinden konnte.

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