Bereits seit Jahren plant die Stadt ein zentrales Feuerwehrhaus nördlich der Römerstraße. Der Architekt für das Gebäude war durch einen Wettbewerb ermittelt worden. Auch ein Zwischenlager für Erdaushub soll entstehen. Die Siedlergemeinschaft, deren Häuser im Norden an die Römerstraße angrenzen, kritisiert die Pläne und wendet sich in einem offiziellen Schreiben an die Stadt und die Öffentlichkeit.

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Grundsätzlich begrüße man das zentrale Feuerwehrhaus, so Ellen Haubrichs, stellvertretende Vorsitzende im Ortsverein Rheinfelden. „Dies ist zeitgemäß, und eine gut organisierte Feuerwehr ist eine sehr sinnvolle Infrastrukturmaßnahme“, schreibt sie. Haubrichs kritisiert jedoch, dass in der Ausschreibung keine Vorgaben für die Anordnung auf dem Grundstück gemacht worden seien, was für die Lärmbeeinträchtigung durch Straßenverkehr und den Betrieb relevant sei und somit für die Wohnqualität in der Nachbarschaft. Im ersten Schallgutachten sei die Empfehlung ausgesprochen worden, alles so zu optimieren, dass maßgebliche Schallquellen nördlich des Gebäudes angesiedelt werden. Auch sei ein aktiver Schallschutz durch Wände oder Wälle im Westen genannt worden.

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Mit dem Siegerentwurf werde eine sinnvolle Verkehrsführung der „Schönheit“ untergeordnet, da nun die Lage des Baukörpers die Verkehrsanbindung und die Lärmbeeinträchtigung für die Nachbarschaft vorgebe – und nicht umgekehrt. Andere Entwürfe hätten das Gutachten berücksichtigt. „Die Umsetzung des Siegerentwurfs im rechten Winkel zur Römerstraße ist eine maßgebliche Fehlentscheidung, aber wohl jetzt unvermeidbar“, so Haubrichs. Die Siedlergemeinschaft fordere Schadensbegrenzung.

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Auch erwarte die Siedlergemeinschaft eine fundierte Begründung für die Notwendigkeit eines Erdaushublagers. Die bloße Aussage, dass es bisher so etwas auf dem Gebiet der Stadt noch nicht gebe, reiche nicht. Die Tatsache, dass es sich „nur um ein Zwischenlager“ handele, schaffe für die Anwohner keine Beruhigung. Während bei einem Endlager Vorkehrungen wie eine Überdeckelung getroffen werden könnten, die verhindern, dass Schadstoffe in die Umgebung austreten können, sei ein Zwischenlager ständig in Bewegung.

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Die Siedlergemeinschaft kritisiert, dass sich an der Situation der Römerstraße nichts ändere. Dass im Süden entlang der Römerstraße ein Fuß- und Radweg geplant sei, lasse vermuten, dass für die Römerstraße keine Verbesserung vorgesehen sei und dass sie in ihren Maßen erhalten bleibe. „Diese ist nicht im Sinne der Anwohner. Die Römerstraße in ihrer aktuellen Ausführung hat massive Mängel: keine Befestigung der Straßenfläche, keine Entwässerung, kein sicherer Fußgängerweg entlang der bebauten Seite, parkende Fahrzeuge – gewollt zur Verkehrsberuhigung“, schreibt Haubrichs.

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Dadurch und durch den Radweg an der Feldseite entlang, der nicht überfahren werden darf, werde die Fahrbahn verengt und es komme zu Problemen durch Begegnungsverkehr. „Wir fordern, dass im Zuge der Baumaßnahmen auch die Römerstraße als Ganzes betrachtet und nach aktuellen Bedürfnissen umgebaut wird“, so Haubrichs. Ein befestigter Fußweg sei wichtiger als auf der gegenüberliegenden Seite, ebenso wie ein sicherer Radweg ohne Konfliktpotenzial mit Fußgängern. Die Siedlergemeinschaft wünscht sich eine klare Festlegung von Parkbereichen mit Fahrbahnmarkierungen und eine Reduzierung auf Tempo 30. „Das würde für die Anwohner mehr Sicherheit und weniger Verkehrslärm bedeuten“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende.

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Die Siedlergemeinschaft erwarte, dass die Situation im Sinne von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern neu geplant werde. Auch hierfür sei die Entscheidung zugunsten eines Gebäudes, das im rechten Winkel zur Römerstraße verläuft, als nachteilig zu bewerten. Klare Aussagen erwarte man zu Lkws.