Auf den Bühnen der Stadt ist endlich wieder etwas los. Ende September startet das Rheinfelder Kulturprogramm. Bis in den Januar hinein gibt es Konzerte, Kabarett und Kindertheater. Auch eine Reise nach Kuba wird angetreten.

Von Palmen gesäumte Buchten, königsblaue Korallenriffe und Sandstrände wie aus einem Werbespot – wenn nicht gerade Corona ist, gehört Kuba zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Ob Kabarettist und Musiker Christof Spörk den Inselstaat schon einmal besucht hat, ließ sich nicht herausfinden. Sein neues Programm hat er aber zumindest „Kuba“ getauft. Damit tritt er am 29. Oktober im Kulturprogramm der Stadt Rheinfelden auf. Kulturamtsleiter Dario Rago und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt haben den kompletten Spielplan am Donnerstag vorgestellt.

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„Wir sind überglücklich, ein Kulturprogramm anbieten zu können“, sagt Eberhardt mit Blick auf die vergangenen kulturarmen Monate. „Die Menschen warten auf die Veranstaltungen, da gibt es richtige Fangemeinden in unserer Stadt.“ 16 Programmpunkte wird es bis in den Januar hinein geben. Den Anfang macht am 30. September das A-cappella-Quintett „Füenf“. Die Stuttgarter singen im Bürgersaal die größten Hits von Wolle Kriwanek anlässlich seines zehnten Todestags.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (links) und Kulturamtsleiter Dario Rago.
Oberbürgermeister Klaus Eberhardt (links) und Kulturamtsleiter Dario Rago. | Bild: Stefan Mertlik

Neben Musikangeboten, wie dem Gitarrenkonzert mit Detlev Bork im Haus Salmegg am 23. Oktober und der Big Band BSO im Bürgersaal am 27. November, wird es auch wieder Kleinkunst geben. „Das Kabarett hat in Rheinfelden eine lange Tradition“, sagt Dario Rago. Die Zauberkünstler „Junge Junge!“ treten am 20. November mit einem Mix aus Comedy und Magie im Bürgersaal auf. Anka Zink präsentiert am 9. Dezember im Bürgersaal eine komödiantische Show für alle, die „böses Kabarett mögen, Vorurteile lieben und Ungerechtigkeit hassen“.

Blick ins nächste Jahr

Das Kulturamt denkt bereits an 2022. „Wir werden das Jahr gebührend einläuten“, verspricht Dario Rago. Am 31. Dezember gibt es Silvesterkonzerte in der St. Galluskirche Eichsel und der St. Josefkirche. Am 2. Januar beginnt das Jubiläumsjahr der Stadt mit einem Neujahrskonzert im Bürgersaal, bevor dort am 28. Januar die fünfte Rheinfelder Lachnacht stattfindet. Das komplette Programm gibt es im Internet (www.rheinfelden.de/kultur).

Vier Veranstaltungen im Jugendhaus richten sich an die Kinder. So können sich die Kleinen am 14. Oktober die „Geschichte vom kleinen Muck“ anschauen und am 9. Dezember „Zauberhafte Weihnachten mit Drache Otto“ feiern.

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„Das Programm spricht für sich“, sagt Kulturamtsleiter Dario Rago. Es sei bunt und ausgewogen. Probleme, die Künstler für Auftritte in Rheinfelden zu begeistern, hatte er nicht. „Die wollen wieder auf die Bühne.“ OB Eberhardt verweist auf die vielen digitalen Konzert- und Theaterangebote, die es zuletzt gab. „Seelenmassage“ sei das gewesen, aber nicht vergleichbar mit Auftritten vor Publikum aus Fleisch und Blut.

Dass Corona die Pläne der Stadt Rheinfelden durchkreuzen könnte, hofft und glaubt der Kulturamtsleiter nicht. „Wir wollen das stattfinden lassen“, versichert Rago. Deshalb habe sich sein Team bereits auf mögliche Verschärfungen der Hygiene-Vorschriften eingestellt. Aktuell plane er mit der 3G-Regel, 2G sei aber kein Problem. Dass 2G für einen Besucherrückgang sorgen könnte, glaubt OB Eberhardt indes nicht: „Die Menschen wollen wieder raus.“

Den Urlaub auf Kuba kann das Kulturprogramm vermutlich nicht ersetzen, für Abwechslung in schweren Zeiten wird es aber sorgen. Das hofft auch Dario Rago: „Gute Stimmung, das können wir alle gebrauchen.“ Karten gibt es online oder in der Tourist-Info an der Karl-Fürstenberg-Straße. Eine Abendkasse wird es nur bei den Aufführungen im Bürgersaal geben.