Besonders früh ist traditionsgemäß das Schweizer Rheinfelden dran, dort wird der erste Wahlgang für den Stadtrat bereits am 13. Juni durchgeführt, weil hier zuerst die Stadträte und erst in einem zweiten Schritt der Ammann und der Vizeammann gewählt werden.

Deswegen interessiert schon jetzt die Frage, wer von den Bisherigen nochmals antritt und wer auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Bereits im vergangenen Sommer hat Stadtammann Franco Mazzi (FDP) bekannt gegeben, dass er nochmals zur Wahl antreten will. Dies gilt immer noch, wie der 61-Jährige kürzlich bestätigte. Mazzi gehört dem Stadtrat seit 2003 an, seit 2006 ist er Stadtammann. Auch Vizeammann Walter Jucker (SVP) hat bereits im vergangenen November angekündigt, dass er nochmals kandidieren wird. „Das Feuer der Politik lodert noch in mir“, sagte der 66-Jährige anlässlich einer Parteiversammlung. Jucker ist seit 2014 Stadtrat und seit 2018 Vizeammann.

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Klar ist ebenfalls, dass sich Susanna Schlittler (FDP) nochmals zur Wahl stellt. „Die Arbeit im Stadtrat macht mir große Freude“, sagt die 61-Jährige, die vor vier Jahren in den Stadtrat gewählt wurde. Schlittler ist derzeit die einzige Frau in der Exekutive, sie würde sich über eine weibliche Verstärkung freuen. Dominik Burkhardt (GLP) ist ebenfalls vor vier Jahren neu in den Stadtrat gewählt worden. „Ja, ich trete nochmals an. Die Arbeit macht Freude; man kann etwas bewirken im Stadtrat“, sagt der 44-Jährige.

Nicht mehr kandidieren wird hingegen Hans Gloor (parteilos), der dem Stadtrat seit 2010 angehört und für das Ressort Planung und Bau verantwortlich ist. „Die laufende Amtsperiode ist meine letzte. Ich werde dann zwölf Jahre dem Stadtrat angehört haben. Ich glaube, das ist ein guter Beitrag, den ich leisten durfte“, erklärt der 71-Jährige. Die Arbeit mache ihm immer noch große Freude, doch vom Alter her und wegen der Gesundheit möchte er kürzertreten.

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Derzeit nicht im Stadtrat vertreten sind die SP, die CVP und die Grünen. Die SP, die seit vier Jahren keinen Sitz mehr hat, wird sicher mit einer oder mehreren Kandidaturen antreten, dies erklärt Parteipräsidentin Claudia Rohrer auf Anfrage. „Wir erheben Anspruch auf mindestens einen Sitz“, betont Rohrer. Die Nominationsveranstaltung der SP sei für Februar geplant. Ob sie selbst kandidieren wird, dazu will sich Claudia Rohrer derzeit noch nicht äußern.

Die CVP wird hingegen kaum mit einer Kandidatur in den Ring steigen. Die Partei werde aber eventuell andere Kandidaturen unterstützen, so Rainer H. Porschien vom CVP-Vorstand. Ähnliches ist von den Grünen zu hören, der jüngsten Rheinfelder Ortspartei. Die Partei will Kandidaten unterstützen, „die eine ökologische, soziale und partizipative Ausrichtung der Stadt anstreben“, so Parteipräsidentin Kathrin Frey.