„Schau da sind die Schwäne“, weist eine Frau mit dem Arm die Böschung hinab. Sie und ihre Begleiter schauen über das den Weg begrenzende Geländer hinab. Zwei Schwäne haben große Nester unterhalb des Rheinuferwegs gebaut und brüten Eier aus. Am ausgetrockneten Dürrenbach ist der Zugang zum Rhein daher mit Flatterband abgesperrt. Die Route am Rhein ist bei Rheinfeldern beider Städte beliebt. Rheinweg, Rheinrunde, Schwobe-Runde nennen die Einheimischen beidseits des Flusses die Tour, sie bietet sich für den Osterspaziergang an.

Manche erkunden nur Teilabschnitte, andere machen den Rundweg über Kraftwerk und alte Rheinbrücke als große Etappe. Eine Spaziergängergruppe zieht die Serpentinen durch die Reben hoch. „Das ist der Weinberg von Rheinfelden“, sagt ein Mann auf Schweizerdeutsch zu seinen Begleitern. Er kennt sich aus und erzählt, dass die Reben ein Geschenk der Partnerstadt Neumarkt sind.

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Ein junges Pärchen zieht vorbei. Ins Gespräch vertieft, genießen drei Senioren den Blick über den Fluss auf die Altstadt von Schweizer Rheinfelden. „Wir kommen mitten aus der Stadt und machen nur eine kleine Runde“, erklärt der Senior. Zu Ostern hat er Besuch von Freunden aus Krefeld bei Düsseldorf. Die beiden sind mit dem Wohnmobil angereist. „Wir vertreten uns die Beine“, meint die Krefelderin. Sie sind über den Schwarzen Weg gekommen und wollen über die Fußgängerunterführung wieder zurück.

„Es ist nicht viel los“, meint die Aufsicht im Ausstellungspavillon Kraftwerk 1898. Davor sitzen auf einer Bank drei Spaziergänger und lassen den Blick über das naturnahe Fischaufstiegsgewässer schweifen. „Ich bin schon lange nicht mehr hier gewesen, zuletzt während des Bauzustandes“, erklärt ein Mann aus Bad Säckingen. Er schätzt den Rheinuferrundweg wegen der schönen Rastgelegenheiten, Aussichten und seiner Vielfalt.

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Das Pärchen aus der Nähe von Karlsruhe ist bei ihm zu Besuch. Er macht mit ihnen den Rundweg ab Haus Salmegg. „Der Weg ist schön gestaltet“, meint die Frau und lobt die Ruhe und das Rauschen des Flusses. Ihr Partner freut sich an renaturierten Bereichen und Infotafeln: „Der Weg bietet eine gute Mischung aus allem.“

Zu viert ist eine Familie aus Herten unterwegs. „Die Kraftwerksrunde ist seit 15 Jahren bei uns Tradition, seit wir aus Nordrhein-Westfalen hierher gezogen sind“, sagt die Mutter, mindestens vier Mal im Jahr gehen sie ab Haus Salmegg, gerne auch mit Besuchern. Zwei bis drei Stunden sind sie unterwegs, da es für die Kinder wie für die Eltern einiges zu entdecken gibt. Der Vater berichtet, dass sie am Fischaufstiegsgewässer schon mal einen Eisvogel gesehen haben. Ihm ist wichtig, dass die Kinder Naturerfahrung machen. Bei niedrigem Wasserstand gehen sie von der Schweizer Seite auch gerne über das Gwild in den Fluss. „Im Sommer nehmen wir Badesachen mit, um auch ins Wasser zu gehen“, ergänzt die Tochter.

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Auf der Adelbergwiese spielt ein Hundebesitzer mit seinem Tier. Auf einer Bank sitzt ein junges Pärchen und turtelt. Auf einer Himmelsliege telefoniert eine Frau via Headset. Ein dritter Schwan hat sich unterhalb der Aussichtsplattform am Adelberg ein Nest gebaut. Auch dort werden die Spaziergänger mit einem Zettel um Rücksicht auf das Tier gebeten. Eine Mutter und ihr kleiner Junge beobachten den Vogel ganz still.

„Am Rhein lässt sich ganz viel Natur erleben“, sagt die Rheinfelderin, die mit ihrem Kind regelmäßig aus der Innenstadt am Rhein spazieren geht und an Ostern das gute Wetter nutzt.