Wirtschaftlich holt die Stadt auf einigen Feldern gerade mächtig auf. Das spürt auch die kommunale Wirtschaftsförderung. Sie hat viel zu tun. Weil sich immer mehr Beratungsbedarf entwickelt, wird sich die GmbH unter dem Dach der Stadt deshalb personell um eine Assistenz der Geschäftsführung verstärken.

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Unternehmen haben volle Auftragsbücher

Von Konjunkturabschwächung bekommt Geschäftsführer Elmar Wendland nichts mit. Im Gegenteil. „Die Unternehmen haben volle Auftragsbücher“, fasst er als aktuelle Erfahrung zusammen, die keine Anzeichen einer wirtschaftlichen Krise aufweise. Wendland stellt vielmehr ein wachsendes Interesse von Unternehmen fest, sich in Rheinfelden niederzulassen oder sich hier zu verändern und vergrößern. Das gilt für das produzierende Gewerbe besonders. Aber auch der Einzelhandel habe laut Wendland „Optimierungsbedarf“. Damit sich innerstädtisch auch mit Blick auf die Friedrichstraße, deren Geschäftsentwicklung zuletzt in die Kritik geraten ist, die Weichenstellung zukunftsfähig sind, sieht er für die WST wichtige Aufgaben.

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Online ist ein wichtiges Thema

Im September wird eine Veranstaltungsreihe gestartet, die sich mit drei Terminen an Handwerk und Handel richtet. Dabei dreht sich alles um den Online-Auftritt, der aus WST-Sicht notwendig ist, um im Geschäft zu bleiben. Die Wirtschaftsförderung möchte mit dieser Reihe erreichen, dass Geschäfte von Kunden wenigstens online gefunden werden. Der WST erscheint es wichtig, praktische Handlungsanleitungen zu geben, die Ängste vor dem Internet zu nehmen und mit Vorurteilen aufzuräumen, die immer wieder zu hören sind: zu teuer und keine Zeit.

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Einer alleine kann es nicht stemmen

Das Kernproblem für Wendland: Ein Mann allein kann nicht alle Projekte gleichzeitig betreiben. Damit nicht überlange Wartezeiten entstehen, die WST mehr leisten kann und schneller agieren, wird jetzt auf Basis einer 60-Prozentstelle Verstärkung für die Geschäftsführung gesucht. Gedacht ist dabei an einen Fachmann für Büromanagement, der möglichst rasch beginnt. Dass die Wirtschaftsförderung auf Dauer zu knapp ausgestattet ist mit 4,3 Stellen, stand schon bei ihrer Gründung im Raum. Nach sechs Jahren ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, zu handeln, damit die Projekte schneller in Gang kommen können.

Wirtschaftsgespräche bringen Impulse

Ein jährlich wiederkehrendes Projekt sind die Wirtschaftsgespräche. Sie finden am zweiten Mittwoch im Oktober statt. Die Referenten sind schon ausgesucht und das Thema der Veranstaltung, die alle Vertreter aus Wirtschaft, Dienstleistung und Handel zusammenbringen soll, steht fest. Es heißt: „Fail – gescheit scheitern.“ Der Abend dreht sich darum, wie es gelingt, als Unternehmer wieder auf die Beine zu kommen, wenn es wirtschaftlich schief gelaufen ist oder eine falsche Entscheidung getroffen wurde. „Scheitern gehört zu Unternehmen“, hält Wendland fest. Es komme grundsätzlich darauf an, zu lernen, wie sich Probleme meistern lassen. Dass eine Pleite kein Untergang sei, zeige die USA, meint Wendland. Dort werden Unternehmer geachtet, die es versucht haben, erstmals keinen Erfolg hatten, aber daraus gelernt haben.